5.10.2021

AK Niederösterreich-Wieser: Faire Finanzierung des Solidarstaates statt KöSt-Geschenke für Großbetriebe

Die von der Regierung angekündigte Steuerreform verschärft die Frage nach einer fairen Finanzierung des Solidarstaates. Große Unternehmen mit hoher Automatisierung werden durch die KöSt-Senkung weiter entlastet. „Schon jetzt stammen 40 Prozent der Wertschöpfung aus Maschinen, Robotern oder sonstigem Vermögen. Jene Unternehmen, die ihre Gewinne überwiegend mit Maschinen anstatt mit Menschen erzielen, haben mehr für die Finanzierung des Solidarstaates beizutragen als jene Betriebe, die Arbeit und Einkommen schaffen“, so AK Niederösterreich Präsident und ÖGB Niederösterreich Vorsitzender Markus Wieser zu den Steuerreformplänen der Bundesregierung.

„Ebenfalls nicht überzeugend ist das Argument, dass Arbeitnehmer*innen eine Lohnsteuersenkung erhalten und im Gegenzug die Unternehmen ebenfalls entlastet werden sollten. Denn die „kalte Progression“, durch die die Arbeitnehmer*innen ständig mehr Lohnsteuer zahlen müssen, wird durch die geplante Senkung der Einkommensteuertarifstufen gar nicht ausgeglichen. Bei der KöSt aber gibt es gar keine Progression. Daher ist die KöSt Senkung ein echtes Steuergeschenk an Großunternehmen“, so Wieser.

Geringverdiener*innen haben hingegen wenig bis gar nichts von den geplanten Steuersenkungen. Das ist falsch, denn gerade sie leiden überproportional an den aktuellen Preiserhöhungen. Denn, je höher das monatliche Einkommen, desto mehr profitiert man von diesen Steuersenkungen“, so Wieser, der abschließend dringend an die Bundesregierung appellierte, die Steuerreform tatsächlich sozial ausgewogen umzusetzen.

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