29.9.2021

AK Niederösterreich-Projektfonds Arbeit 4.0 fördert App-Inhalte für verständliche Kommunikation im Betrieb

Bis zu 20 Prozent aller Arbeitnehmer*innen haben Probleme beim Sprechen, Lernen oder Lesen. Ihre (digitale) Teilhabe im Betrieb scheitert oft am Schriftsprachniveau. Menschen mit Sprach- oder Leseschwäche sind bei schriftlich-digitaler Kommunikation benachteiligt bzw. ausgeschlossen, weil sie der betrieblich genutzte (Schrift-)Sprachlevel überfordert. Das zieht nicht nur Nachteile für die betroffenen Arbeitnehmer*innen mit sich, sondern auch für die Betriebe selbst. Zum Beispiel, wenn Bedienungsanleitungen oder Sicherheitsinformationen nicht genügend verstanden werden.

Diese unbefriedigende Situation will das vom Projektfonds Arbeit 4.0 der AK Niederösterreich geförderte Projekt selbst.verständlich verbessern. Das Projekt des Vereins Kulturlandschaft Schmidatal/Landschaftspflege wird von der FH St. Pölten wissenschaftlich begleitet und öffnet der Zielgruppe die digitale Berufswelt mittels Smartphone. Dabei werden beruflich-betriebliche Informationsinhalte (wie bspw. Verträge oder Bedienungsanleitungen) in zielgruppengerechtem Sprach- bzw. Leseniveau bereitgestellt. Die dafür entwickelte Smartphone-App „capito“ macht Inhalte leicht und überall verfügbar. Weil die Zielgruppe im Projekt permanent eingebunden wird, sind die Ergebnisse auch praxis- und alltagstauglich. Dieses Angebot fördert Wissenserwerb und betriebliche Teilhabe sowie stärkt die innerbetriebliche Position der Arbeitnehmer*innen.
 
Als Abschluss dieses Projekts haben sich Expert*innen der AK Niederösterreich, des Vereins Kulturlandschaft Schmidatal/Landschaftspflege und des Vereins atempo sowie der FH St. Pölten im Arbeitnehmer*innenzentrum der AK Niederösterreich in St. Pölten zu einem Workshop getroffen, um darzustellen, wie klare und verständliche Kommunikation im Betrieb funktionieren kann.

Nähere Informationen zu diesem Projekt gibt es unter https://noe.arbeiterkammer.at/service/selbstverstaendlich.html

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