11.2.2021

AK-Wieser: „Die vorhandene Arbeit muss unter den Menschen fair verteilt werden“

Corona hält das Land fest im Griff und es ist noch nicht absehbar, wann wir diese Krise überwunden haben werden. Eines zeigt sich aber bereits jetzt: Wir können nicht so weitermachen wie bisher. Die Lösung dieser Problematik ist die vordringlichste Aufgabe unserer Zeit. Gemeinsam mit renommierten ExpertInnen begibt sich die Arbeiterkammer Niederösterreich in drei Dialogforen auf die Suche nach neuen und innovativen Wegen aus dieser Situation. Denn für eine gute und sichere Zukunft braucht es rasche Reformen. AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser hat deshalb „3V für Österreich“ formuliert: Veränderung der Arbeitswelt, Verteilungsgerechtigkeit und Versorgungssicherheit. Heute findet im ArbeitnehmerInnenzentrum in St. Pölten das erste von drei Dialogforum zu diesen „3 V“ statt. Die erste Veranstaltung ist dem Thema „Veränderung der Arbeitswelt“ gewidmet.

AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich-Vorsitzender Markus Wieser nahm in seiner Eröffnungsrede die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt in Folge der Corona-Krise zum Ausgangspunkt. Laut AMS waren Ende Jänner in Österreich 535.000 Menschen arbeitslos und 470.000 befanden sich in Kurzarbeit. Man dürfe bei den Veränderungen in der Arbeitswelt nicht wegschauen, fordert Wieser für die Zeit nach der Bewältigung der Krise. „Immer mehr Arbeiten, die früher von Menschen durchgeführt wurden, werden heute von Computern, Maschinen und Robotern erledigt. Im vergangenen Jahrzehnt ist das Volumen der in Österreich von Menschen geleisteten Arbeitsstunden um 120 Millionen Stunden gesunken. Gleichzeitig ist aber die Anzahl der Beschäftigten im Lande um etwa 350.000 gestiegen. Daraus folgt: Pro ArbeitnehmerIn ist deutlich weniger Arbeit vorhanden als noch vor zehn Jahren. Und zwar um ganze 11 Prozent“, so Wieser.

„Wir brauchen daher eine Neuordnung der Arbeitswelt. Eine Arbeitswelt, in der die vorhandene Arbeit unter den Menschen im Land fair verteilt und fair entlohnt wird“, forderte AK-Präsident Wieser. Die politisch Verantwortlichen sollten dort hinschauen, statt das Arbeitskräfteangebot weiter zu auszubauen und den Druck auf die ArbeitnehmerInnen sowie das Lohniveau zu erhöhen.

Zur Gewährleistung höchstmöglicher Sicherheit wurde vor Beginn der Veranstaltung bei allen TeilnehmerInnen ein COVID-Antigen-Schnelltests durchgeführt und es werden die Abstandsregeln sowie die FFP2-Maskenpflicht streng eingehalten.

AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser eröffnet das Dialogforum von AK Niederösterreich und ÖGB NÖ "Veränderung der Arbeitswelt". © Franz Gleiß, AK Niederösterreich
AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser eröffnet das Dialogforum von AK Niederösterreich und ÖGB NÖ "Veränderung der Arbeitswelt". © Franz Gleiß, AK Niederösterreich

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