Unternehmen unter der Lupe

Der AK-Unternehmensmonitor Niederösterreich 2017 gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der niederösterreichischen Unternehmen und ihre Beschäftigten. Dabei steht nicht die Analyse makroökonomischer Zusammenhänge, sondern die betriebliche Ebene im Mittelpunkt.

Konkret wurde anhand von ausgewählten Kennzahlen zu fünf Schwerpunktthemen die Entwicklung niederösterreichischer Unternehmen für die Jahre 2013 bis 2015 analysiert. Diese wurden dabei nach dem Ampelsystem beurteilt. Die Studie sowie die Beurteilung erfolgten analog zum österreichweiten AK-Unternehmensmonitor, somit können auch Vergleiche zu den bundesweiten Daten und Entwicklungen gezogen werden. Der AK-Unternehmensmonitor Niederösterreich erfasst 210 Unternehmen aus der Bilanzdatenbank der Arbeiterkammer, für die durchgängig Daten über die letzten drei untersuchten Jahre vorhanden sind. Diese Unternehmen stellen wichtige Leitbetriebe Niederösterreichs dar und repräsentieren mehr als 20 Prozent der gesamten unselbständig Beschäftigten im Bundesland.

Der Unternehmensmonitor ist in zwei Abschnitte gegliedert. Der erste Teil (wirtschaftliche Lage der Unternehmen) behandelt die Ertragskraft, die Krisenfestigkeit und die Investitionsbereitschaft und gibt damit Antwort auf die Frage, ob die Unternehmen gut für die Zukunft aufgestellt sind und ausreichend in den Standort investiert wird. Im zweiten Abschnitt (Verteilung) wird, ausgehend von den Ergebnissen des ersten Teils, darauf eingegangen, ob die einbezogenen Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung (gerechter Steuerbeitrag, Beschäftigtenentwicklung) nachkommen und wie die erwirtschafteten Erträge verteilt werden.

Die Gewinne der Unternehmen entwickelten sich im untersuchten Zeitraum positiv und die EigentümerInnen holten sich nach wie vor Ihre Anteile ab. Dies wirkte sich negativ auf die Investitionen aus - in Niederösterreich wurde immer noch zu wenig investiert. Auch die Produktivität stieg, was sich aber leider nicht in einer höheren Entlohnung der Beschäftigten niederschlug.