Drei Äpfel © vitdzu, stock.adobe.com
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Lebensmittel: Verständliche Ampel-Regelung statt Kennzeichnungs-Wirrwarr

Wer sich heutzutage lediglich eine Wurstsemmel kauft, muss sich über den „Beipackzettel“ mehr als wundern: Natriumnitrit, Polyphosphate und andere oft unverständlichen Angaben sind darauf angeführt, dazu ist er viel zu lang und völlig verwirrend. Der tatsächliche Nährwertgehalt ist für den Konsumenten außerdem kaum zu erkennen, weil er durch die Wahl kleiner Portionsgrößen verschleiert wird. So werden echte Zuckerbomben zum schlanken Gesundheitsprodukt, der Konsument aber wird getäuscht. Oft wird der Nährstoffbedarf von Erwachsenen angeben, das Produkt ist aber für Kinder. Eine klare Ampel-Regelung soll für Klarheit sorgen, fordert Arbeiterkammer-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Produzenten stiften Verwirrung

Eine GfK-Studie zeigt: Fast 70 Prozent der Verbraucher können den tatsächlichen Nährwertgehalt  von verpackten Lebensmitteln nicht erkennen, wenn er in seiner derzeitigen Form ausgewiesen ist. Die Tricks der Produzenten stiften komplette Verwirrung und haben auch auf die Gesundheit negative Auswirkungen. Jedes fünfte Schulkind in Niederösterreich ist übergewichtig, am höchsten ist der Anteil im Waldviertel (23 Prozent), am geringsten im Industrieviertel (17 Prozent).

Ampel schafft Klarheit

AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser fordert nun Änderungen: „Eine Ampelkennzeichnung sorgt dafür, dass die Nährwertangaben richtig eingeschätzt werden können und sich die Konsumenten nicht täuschen lassen.“ Dabei sollen Fett, Salz, Zucker und der Kaloriengehalt bezogen auf 100 Gramm mit Grün, Gelb oder Rot bewertet werden.  So kann der Konsument rasch erkennen,  ob die Nährwerte seinen Vorstellungen entsprechen. Und für die Gesundheit unserer Mitbürger wäre es ebenfalls nur von Vorteil.