Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Berufliche Weiterbildung in Niederösterreich

Erstmals liefert eine repräsentative Studie Daten zu beruflicher Weiterbildung in Niederösterreich. Am 19. Mai 2015 wurden die Ergebnisse dieser Erhebung, die das IFES und öibf im Auftrag der AK Niederösterreich durchführte, im Rahmen des ersten Dialogforum Bildung in Wieselburg präsentiert. Bei der Studie wurden 1.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zu diesem Thema befragt.

Zentrale Ergebnisse der Studie

  • Der Bildungsstand ist der wichtigste Einflussfaktor hinsichtlich der Teilnahmechancen auf berufliche Weiterbildung: 78% der Personen mit maximal Pflichtschulabschluss haben an keiner Weiterbildung im letzten Jahr teilgenommen, während es bei AkademikerInnen (inkl. Kolleg-AbsolventInnen) lediglich 29% waren. Dies bestätigt viele andere Forschungsergebnisse: Das sogenannte „Matthäus-Prinzip“ („Wer hat, dem wird gegeben.“) gilt auch im Bereich der Weiterbildung.
  • 44% der Befragten (zwischen 20-60 Jahren) haben innerhalb der letzten 12 Monate vor der Befragung an beruflicher Weiterbildung teilgenommen. Diese Quote liegt, verglichen mit anderen Erhebungen, im österreichischen Durchschnitt. 
  • Die Beteiligung variiert jedoch relativ stark nach Branchenzugehörigkeit. Am höchsten ist sie im Bereich Bildungswesen gefolgt von Soziales und Gesundheit, am geringsten im Handel.
  • Die Betriebe haben eine wichtige Rolle inne: 63% der weiterbildungsaktiven Befragten geben an, dass der Betrieb die Kosten der Weiterbildung übernommen und die Arbeitszeit hierfür zur Verfügung gestellt hat. Drei Viertel der Befragten, die in einem Betrieb mit mind. 5 MitarbeiterInnen arbeiten, geben außerdem an, dass in ihrem Betrieb großer Wert auf berufliche Weiterbildung gelegt wird.
  • Die Befragten geben einen hohen Stellenwert beruflicher Weiterbildung an – sowohl für die persönliche als auch für die berufliche Situation.

AKNÖ Forderungen
  • Das Nachholen der Matura bzw. der Berufsreifeprüfung sowie die Vorbereitung dafür soll im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung kostenlos möglich gemacht werden.
  • Entwicklung und Durchführung neuer und geeigneter Maßnahmen zur Hebung der Weiterbildungsbeteiligung von gering Qualifizierten.
  • Recht auf eine Woche bezahlte Freistellung von der Arbeit pro Jahr für Weiterbildung (um eine Weiterbildung für jene Menschen zu ermöglichen, die jetzt nicht die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen).


Sie können auf dieser Seite (rechts an der Sidebar) sowohl die Studie, als auch eine Kurzfassung davon downloaden. Außerdem können alle Präsentationen des Dialogforum Bildung vom 19. Mai 2015 hier downgeloaded werden.
Sollten Sie eine Papierform der Kurzfassung wünschen, können Sie diese unter bildung@aknoe.at bestellen. Wir senden Sie Ihnen diese gerne kostenlos postalisch zu.

Erwerb demokratischer Kompetenzen

Auch demokratisches Handeln will gelernt sein. Aktuelle Studien zeigen aber in allen Altersstufen Defizite im Bereich demokratischer Fähigkeiten auf.

Ungerechtes und unzulängliches Stipendiensystem

Immer weniger Studierende erhalten ein Stipendium. Und oft sind es nicht die, die es am notwendigsten brauchen...

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK