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Sozialversicherungs-Werte 2018

Mit 1.1.2018 gelten folgende Beträge:

Geringfügigkeitsgrenze 

  • € 438,05 brutto pro Monat

Monatliche Höchstbeitragsgrundlage

  • für die Sozialversicherung: 5.130 Euro brutto bzw. 171 Euro täglich.

Monatliche einfache Freigrenze bei Notstandshilfe 2018

  • 657 Euro für EhepartnerInnen und LebensgefährtInnen
  • 285,50 Euro für Personen mit Unterhalt

Pensionen

Pensionserhöhung

Die Pensionen werden 2018 nicht generell mit dem Anpassungsfaktor von 1,016, sondern gestaffelt erhöht. Niedrigere Pensionen werden stärker erhöht. Für die Erhöhung wird das Gesamtpensionseinkommen betrachtet, d.h. die Summe aller Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung. Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz erfasst sind.

So steigt das Gesamtpensionseinkommen: 

  • Gesamtpension bis 1 500 € monatlich: + 2,2%
  • Gesamtpension über 1 500 und bis zu 2 000 € monatlich: + 33 €
  • Gesamtpension über 2 000 € bis zu 3 355 € monatlich: + 1,6%
  • Gesamtpension über 3.355 € bis zu 4 980 € monatlich: Erhöhung um einen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 1,6% auf 0% linear absinkt.
  • Gesamtpensionseinkommen über 4.980 € monatlich: keine Erhöhung

Richtsätze für Ausgleichszulagen

Die Richtsätze betragen ab 1.1.2018:

Alters- und Invaliditätspensionen:

  • für Alleinstehende € 909,42
  • für Alleinstehende, die mindestens 30 Jahre Pflichtversicherung aufgrund einer Erwerbstätigkeit erworben haben, gilt ein erhöhter Richtsatz von € 1.022.
  • für Ehepaare € 1.363,52 
  • Erhöhung für jedes Kind € 140,32 

Witwen- und Witwerpensionen:

€ 909,42

Waisenpensionen bis 24. Lebensjahr 

  • für Halbwaisen € 334,49 
  • für Vollwaisen € 502,24

Waisenpensionen ab 24. Lebensjahr

  • für Halbwaisen € 594,40
  • für Vollwaisen € 909,42

Erlaubtes Zusatzeinkommen bei Frühpension

Pro Monat dürfen Sie € 438,05 brutto dazu verdienen.

Bemessungsgrundlagen für Zeiten der Kindererziehung

1.828,22 Euro

Beitragsgrundlage bei der Selbstversicherung von pflegende Angehörige in der Pensionsversicherung

€ 1.828,22. Davon werden 1,78 % im Pensionskonto gutgeschrieben. Die Beiträge für die Pflegepersonen werden vom Bund getragen. Voraussetzungen sind die Pflege eines nahen Angehörigen und eine Pflegebedürftigkeit ab Pflegegeldstufe 3. 

Rezeptgebühr, E-Card & Co:

Rezeptgebühr

  • 6,00 Euro

Service-Entgelt für die e-card

  • 11,70  Euro pro Kalenderjahr

Krankenversicherung für kinderlose Partner

  • 3,4 Prozent vom Bruttoeinkommen (inkl. Sonderzahlungen) des Partners

Selbstversicherung in der Krankenversicherung

  • grundsätzlicher Monatsbeitrag 418,69 Euro, kann auf Antrag herabgesetzt werden
  • begünstigte Selbstversicherung für Studenten: 58,39 Euro

Freiwillige Kranken- und Pensionsversicherung bei geringfügiger Beschäftigung

  • pro Monat 61,83 Euro

Selbstkostenbeitrag für Heilbehelfe

  • mindestens 34,20 Euro, bei Sehbehelfen 102,60 Euro

Kinderbetreuungsgeld & Co

Familienzeitbonus für Geburten ab 1.3.2017

Der Familienzeitbonus ist eine Geldleistung für erwerbstätige Väter bzw. vom 2. Elternteil während einer Unterbrechung der Erwerbstätigkeit in der Dauer von 28 bis 31 Tagen innerhalb von 91 Tage ab der Geburt des Kindes. Der Bonusbetrag wird von einem späteren Kinderbetreuungsgeld-Tagesbetrag des zweiten Elternteils abgezogen.

Höhe der Geldleistung: 22,60 Euro täglich

Ein Zuverdienst oder eine andere Geldleistung während des Bonusbezuges (z.B. Krankengeld oder Weiterbildungsgeld) führt zum Anspruchsverlust. 

Monatliches Kinderbetreuungsgeld

KBG-Konto für Geburten ab 1.3.2017:

  • Für Geburten ab dem 1.3.2017 gilt das neue Kinderbetreuungsgeld-Konto. Das Konto ersetzt die bisherigen vier Pauschalmodelle, die für Geburten bis zum 28.2.1017 gelten.

  • Beim neuen Kinderbetreuungsgeld-Konto können die Eltern innerhalb eines Zeitrahmens die Anspruchsdauer selbst bestimmen. Der Tagesbetrag ergibt sich aus der gewählten Anspruchsdauer. Je kürzer die Dauer, desto höher der Tagesbetrag.  

  Grundmodell Maximale Bezugsdauer Partneranteil mindestens 20% Gesamtbetrag
Ein Elternteil 365 Tage: € 33,88   851 Tage: € 14,53   91 Tage € 12.366
Beide Eltern 456 Tage: € 33,88 1063 Tage: € 14,53 212 Tage € 15.449

Partnerbonus für Geburten ab 1.3.2017: 

  • Beziehen die Eltern das Kinderbetreuungsgeld annähernd gleich viele Tage zumindest im Verhältnis 40:60, besteht Anspruch auf den Partnerschaftsbonus von € 1.000 (€ 500 pro Elternteil). Jeder Elternteil muss das Kinderbetreuungsgeld mindestens 124 Tage (ca. 4 Monate) bezogen haben. Die restlichen Tage mit Kinderbetreuungsgeld müssen im Verhältnis 50:50 bis 40:60 aufgeteilt werden. 

Vier Pauschalmodelle

Die vier Pauschalmodelle gelten für Geburten bis 28.2.2017. Für Geburten ab dem 1.3.2017 gilt das neue Kinderbetreuungsgeld-Konto. Bei den Pauschalmodelle gibt, je nach Bezugsdauer, so viel Kinderbetreuungsgeld täglich:

  • bei einer Bezugsdauer von 30 Monaten (+ 6 Monate bei Teilung mit Partner): 14,53 Euro
  • bei einer Bezugsdauer von 20 Monaten (+ 4 Monate bei Teilung mit Partner): 20,80 Euro
  • bei einer Bezugsdauer von 15 Monaten (+ 3 Monate bei Teilung mit Partner): 26,60 Euro
  • bei einer Bezugsdauer von 12 Monaten (+ 2 Monate bei Teilung mit Partner): 33 Euro
Wichtig!

Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich der Tagesbetrag des Kinderbetreuungsgelds um 50% für jedes weitere Kind.

Zuverdienstgrenze bei KBG-Konto und den 4 Pauschalmodellen

Bei den bisherigen Pauschalmodellen und beim neuen Kinderbetreuungsgeld-Konto gilt eine individuelle Zuverdienstgrenze. Sie ermöglicht, 60 % der maßgeblichen Einkünfte (gemäß dem Einkommenssteuerbescheid) aus dem Jahr vor der Geburt des Kindes zu verdienen, in dem kein Kinderbetreuungsgeld bezogen wurde. Maximal kann auf das drittvorletzte Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes zurückgegriffen werden. 

Bei  vorherigen niedrigen Einkommen gilt der Grenzbetrag von jährlich € 16.200 bezogen auf das Kalenderjahr an maßgeblichen Einkünften des beziehenden Elternteils. Dies entspricht einem Bruttogehalt von € 1.235 pro Monat mit Kinderbetreuungsgeldbezug.

Bei der Berechnung des erlaubten Zuverdienstes werden nur jene Monate einbezogen in denen an allen Tagen Kinderbetreuungsgeld beansprucht wird.

Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeldkonto und zu den Pauschalmodellen

Für alleinerziehende Elternteile und für Eltern mit besonders geringem Einkommen, gibt eine Beihilfe zu einem pauschalen Kinderbetreuungsgeld, und zwar für Geburten ab 01.01.2010 und für die Dauer von 12 Monaten. Voraussetzung dafür: Die Person, die das Kinderbetreuungsgeld bezieht, darf jährlich nicht mehr als 6.800 Euro dazuverdienen (d.h. maximal 438,05 Euro pro Bezugsmonat). Beim Partner oder der Partnerin darf das Einkommen die Zuverdienstgrenze von 16.200 Euro für ein ganzes Bezugsjahr nicht übersteigen. Dies entspricht dem Betrag von 1.235 Euro brutto pro Bezugsmonat.

Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld (eaKB)

80 % des Wochengeldes bzw. 80 % des durchschnittlichen Monatsbezugs, höchstens 66 Euro täglich bei einer Bezugsdauer bis zum vollendeten 12. Lebensmonat des Kindes, wenn nur ein Elternteil das eaKBG bezieht. Nimmt der Partner bei Teilung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes  mindestens 2 Monate in Anspruch, kann die Leistung maximal bis zum vollendeten 14. Lebensmonat des Kindes in Anspruch genommen werden. Erfüllt ein Elternteil die Anspruchsvoraussetzungen für das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld nicht, kann dieser Elternteil auf die Sonderleistung zum einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld mit einem Tagesbetrag von € 33,88 umsteigen.

Zuverdienstgrenze für Bezugszeiträume ab 1.1.2016: 6.800 Euro - d.h. pro Bezugsmonat nicht mehr als 438,05 Euro. 

Pflegegeldstufen

Das Pflegegeld beträgt

  • bei Stufe 1: 157,30 Euro
  • bei Stufe 2: 290,00 Euro
  • bei Stufe 3: 451,80 Euro
  • bei Stufe 4: 677,60 Euro
  • bei Stufe 5: 920,30 Euro
  • bei Stufe 6: 1.285,20 Euro
  • bei Stufe 7: 1.688,90 Euro

Pension

Hier erhalten Sie Informationen rund um die Pension.

Geringes Einkommen

Negativsteuer und günstigere Arbeitslosenversicherung – welche Erleichterungen es für Personen mit geringem Einkommen gibt und wie viel sie ausmachen.

KBG bei Geburten bis 28.02.2017

Der Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld besteht ab der Geburt des Kindes. Für Geburten bis 28.02.2017 gibt es 5 Modelle zur Wahl. Hier der Überblick.

Schlagworte: Sozialversicherung
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