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Dienstgeber-Mathematik hielt Prüfung nicht stand

Nach sechs Tagen und während der Probezeit endete für eine 46-jährige Frau das Dienstverhältnis. Der Arbeitgeber, Betreiber einer Systemgastronomie in Wiener Neudorf, machte sich die Sache dabei einfach: Der vereinbarte Monatslohn wurde durch 30 Versicherungstage dividiert und das Ergebnis mit sechs, also der Anzahl der Arbeitstage, multipliziert.  Doch die Frau wurde stutzig und wandte sich deshalb an die Arbeitsrechtsberatung der AK Niederösterreich. Dabei stellte sich heraus, dass die Dienstgeber-Mathematik nicht richtig sein kann.  So „vergaß“ der Chef bei der Endabrechnung nicht nur auf die Berücksichtigung von 10 geleisteten Mehrarbeitsstunden der mit 30 Wochenstunden angemeldeten Frau, sondern auch auf die aliquot fällig gewordene Urlaubsersatzleistung. Die AK intervenierte erfolgreich, und aus den ursprünglichen 213 Euro brutto an Beendigungsansprüchen  wurden schließlich  379 Euro.  „Wäre die betroffene Dienstnehmerin nicht zur Arbeiterkammer gegangen, hätte sie dem Dienstgeber zu einem Körberlgeld verholfen“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Wird ein Dienstverhältnis aufgelöst, hat der Arbeitgeber Beendigungsansprüche zu begleichen. Es muss also mehr als nur der ausstehende Lohn bezahlt werden, so zum Beispiel auch die aliquote Urlaubsersatzleistung. Besonders nach kurzen Arbeitsverhältnissen vergisst so mancher Chef darauf.  „Auch wenn es nur um geringe Beträge geht, sollten Betroffene im Zweifel ihre Endabrechnung von der Arbeiterkammer kontrollieren lassen“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

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