Installateur bei der Arbeit in einem Badezimmer © Lightfield Studios, stock.adobe.com
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18.7.2022

Stark überhöhte Kosten und vermeintliche Handwerker, die noch vor der Behebung des Problems mit dem Geld über alle Berge sind: Immer wieder tappen KonsumentInnen in die Kostenfalle dubioser Notdienste. 

Um dem entgegenzuwirken, hat die AK Niederösterreich die Preise von Installateuren in Niederösterreich erhoben. So können Betroffene einschätzen:

  • Was kostet eine Facharbeiterstunde?
  • Wie viel wird für die Anfahrtszeit fällig?

Und: Viele regionale Firmen bieten selbst Notrufnummern an.

Dem Aufruf im Rahmen der Preiserhebung unter in Niederösterreich tätigen Installateursbetrieben sind 36 Unternehmen gefolgt. Abgefragt wurden der Stundensatz eines Facharbeiters bzw. einer Partie sowie die Kosten für den Anfahrtsweg. Dabei zeigten sich teils große Preisunterschiede.

Die Stunde eines Facharbeiters kostet zwischen 66 und 122 Euro. Das bedeutet eine Preisdifferenz von 85 Prozent zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter.

Die Partiestunde (Facharbeiter & Helfer oder Lehrling) liegt zwischen 90 und 170 Euro (Differenz rund 89 Prozent).

Für die Höhe der Stundensätze gibt es keine Richtlinien oder Preisempfehlungen. Sie werden von den Unternehmen individuell berechnet. 


Fahrtkosten: Pauschal oder nach Arbeitszei

Bei der Erhebung wurden die Kosten für die Anreise im und um das Ortsgebiet bis 15 Kilometer abgefragt. Die Antworten reichten von „kostenlos im Ortsgebiet“ bis hin zu 91 Euro.

Je nach Unternehmen werden die Kosten als Pauschale, nach gefahrenen Kilometern oder als Arbeitszeit mit dem jeweilig gültigen Stundensatz der Facharbeiter abgerechnet.

Vergleichen und vereinbaren

„Besonders wenn es in Notfällen schnell gehen muss und das Unternehmen telefonisch beauftragt wird, ist Vorsicht geboten“, rät AK Niederösterreich-Konsumentenberater Horst Krumholz. „Am besten bereits im Telefonat die benötigte Arbeitsleistung, Kosten der Stundensätze und Art und Weise der Verrechnung der Wegzeit klären“, so der Experte.

Er empfiehlt, die Informationen schriftlich festzuhalten. So kann, wenn später die Rechnung eintrifft, kontrolliert werden und böse Überraschungen bleiben aus. Ist mehr Zeit für die Beauftragung, lohnt es sich, einen verbindlichen Kostenvoranschlag einzuholen.

Tipps & Tricks: Unseriöse Notdienste erkennen

  • Viele regionale Unternehmen bieten selbst Notdienste an. Speichern Sie die Nummer am besten in Ihrem Handy.
  • Bei einer raschen Google-Suche in der Notsituation: Achtung bei den Top-Platzierungen im Suchergebnis! Überprüfen Sie unbedingt das Impressum und erfragen Sie die zu erwartenden Kosten. Seriöse Unternehmen geben Auskunft.
  • Kommt Ihnen der verlangte Betrag zu hoch vor? Verlangen Sie eine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten und bezahlen Sie nicht sofort – seriöse Firmen bestehen nicht auf Barzahlung.
  • Verständigen Sie die Polizei, sollte bei nicht sofortiger Bezahlung in bar Druck ausgeübt werden.

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