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Badeurlaub und Ölteppich

Ein Ölteppich am Meer ist nicht gerade das, was man sich für den Badeurlaub wünscht. Preisminderung oder Rücktritt - das ist hier die Frage. Dabei kommt es darauf an, ob der geplante Badeurlaub noch möglich ist oder die Strände bereits zu stark durch Öl verschmutzt sind. 

Wenn die Reise als reiner Badeurlaub am Meer gebucht wurde, so gilt als wesentliches Merkmal, dass man im Meer auch tatsächlich baden gehen kann. Fällt diese Möglichkeit aufgrund höherer Gewalt weg, dann kann man grundsätzlich:

  • wegen Wegfall der Geschäftsgrundlage vom Reisevertrag kostenlos zurücktreten
  • bei Durchführung der Reise für den Ausfall der Bademöglichkeit Preisminderung (= Gewährleistung) verlangen.

Was beim Rücktritt zu beachten ist:

  • ein Badeurlaub wird durch eine Ölpest beeinträchtigt, eine Rundreise durchs Land (Pyramiden ect.) dagegen nicht
  • die Beeinträchtigung muss sich als sehr wahrscheinlich darstellen
  • die Beeinträchtigung muss sich wirklich auf das gebuchte Urlaubsziel beziehen (dies muss mit dem Reiseveranstalter bzw. Hotelier genau abgeklärt werden)
  • man muss (so die Judikatur des OGH) bis knapp vor Reiseantritt zuwarten, wie sich die Situation entwickelt
  • ein Umbuchungsangebot des Reiseveranstalters muss man annehmen, wenn dieses zumutbar ist! Zumutbarkeit ist gegeben bei: gleiche Reisezeit, gleicher Reisepreis, gleicher Reisezweck (Badeurlaub in Hurghada = Badeurlaub in Sharm el Sheikh)

Rücktritt ist letzter Ausweg

Die Konsumentenberater empfehlen den Rücktritt nur als letzten Ausweg. Sollte ein solcher durchgeführt werden, so ist der Rücktritt schriftlich - eingeschrieben - zu erklären. Darin muss stehen, weshalb man vom Wegfall der Geschäftsgrundlage ausgeht.

Besonders wichtig ist die rasche Kontaktaufnahme mit dem Reiseveranstalter. Nur wenn man hierbei keine Einigung erzielen kann, sollten weitere Schritte überlegt werden.

Achtung - kein Schadenersatz

An einer Ölpest trifft den Reiseveranstalter kein Verschulden. Es handelt sich vielmehr um ein Ereignis "höherer Gewalt". Daher hat man keine Schadenersatzansprüche, zum Beispiel wegen entgangener Urlaubsfreuden, gegenüber dem Reiseveranstalter.


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Schlagworte: Badeurlaub, Ölteppich
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