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Online-Preisagenten mit der Lizenz zum Bestpreis?

Wer im Internet ein Schnäppchen ergattern möchte, kann sich eines sogenannten Preisagenten bedienen. Der Preisagent beobachtet Preise und informiert, wenn der Wunschpreis erreicht ist. Die AK hat 17 verschiedene Online-Preisagenten untersucht – das Ergebnis zeigt: Wer Geduld hat, kann Geld sparen. Vorsicht, es ist kein Verlass auf einen umfassenden Marktüberblick, und ob das gesuchte Produkt tatsächlich das gewünschte ist. Beim Endpreis herrscht eine gewisse Intransparenz.

Im Internet kommt es immer öfter vor, dass sich Preise im Laufe von wenigen Tagen oder Wochen erheblich ändern. So wird der Preisvergleich für das Wunschprodukt für KonsumentInnen immer schwieriger.

Abhilfe schaffen die zahlreichen kostenlosen Online-Services, die etwa unter der Bezeichnung Preisagenten, Preistracker oder Preisalarm als Zusatztool auf Preisvergleichs- oder Online-Versandportalen als Browser-Erweiterung oder App angeboten werden. Sie beobachten für KonsumentInnen Preisschwankungen bei verschiedenen Shops und benachrichtigen sie automatisch, wenn der gewünschte – oder ein niedrigerer – Preis für ihr Wunschprodukt erreicht wird, aber auch bei Preisveränderungen. Für das ausgewählte Produkt kann man den Preisverlauf ansehen, um die Preisentwicklung oder auch eventuelle Muster bei Preisfestlegung erkennen zu können.

Geld sparen ist möglich – Intransparenz bei Endkosten und Marktüberblick

Durch die Preisrecherche im Internet investieren KonsumentInnen zwar einiges an Zeit, sie können aber mitunter dabei tatsächlich Geld sparen. Allerdings ist zu beachten, dass Preissuchmaschinen keinen umfassenden Marktüberblick garantieren, da sie selbst bestimmen wie viele Online-Shops sie verlgeichen. Die Anzahl an Angeboten, die in die Preisbeobachtung miteinbezogen wird, unterscheidet sich maßgeblich: Sie differierte bei den untersuchten Diensten zwischen fünf (Browser Add-on) und 294 (Preissuchmaschine). Es bleibt intransparent, ob überhaupt eine angemessene Vielfalt an Angeboten in die Preisbeobachtung erfasst wurde und wie aktuell die Daten sind.

Vorsicht beim Lieferpreis

Aufmerksamkeit ist bei den Versandkosten geboten, denn KonsumentInnenen können oft nicht sofort den Endpreis inklusive Aufwand für die Lieferung erkennen. Die Versandkosten hängen davon ab, wie bezahlt wird – etwa per Nachnahme, Vorauskassa, PayPal oder Kreditkarte.

Ein exemplarischer Test bei vier gängigen Produkten (drei Smartphones und eine Kompaktkamera) zeigt ernüchternde Ergebnisse: So werden zuweilen viele Treffer angezeigt. Sie beinhalten zahlreiche Modellvarianten, aber auch solche, die gar nicht gewünscht sind. Die verlinkten Händler liefern nicht immer nach Österreich, wenn doch, dann mit hohen Versandkosten (bis zu 25 Euro für eine Kompaktkamera). In einem Fall wurde nach Öffnen der Händlerseite angezeigt, dass das Produkt gar nicht verfügbar ist. Das in der Ergebnisliste mit dem besten Preis angeführte Produkt ist ein anderes als das gesuchte Produkt (etwa Huawei P9 lite statt Huawei P9). In einem Fall gab es den beim Bestpreis angezeigten und verlinkten Web-Shop nicht mehr.

Was auf der Suche nach dem besten Online-Preis zu beachten ist

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten – das Handy war ein Schnäppchen. Ein AK Test bei 17 Preisagenten zeigt: Sparen ist beim Online-Shoppen möglich. Das Preisgefühl wächst, ein umfangreicher Marktüberblick ist aber nicht garantiert. Wer den Preisagenten nicht mehr braucht, sollte ihn löschen, ansonsten wird man weiter mit E-Mails "bombardiert".

TIPP

Der Preis ist heiß – das sollten Sie bei Preisagenten im Internet unbedingt beachten:


  • Achtung, keine Lieferung nach Österreich: Achten Sie darauf, dass viele Preisagenten am deutschen Markt tätig sind. Viele Lieferanten liefern nicht nach Österreich. Bei zum Beispiel geizhals.at können Sie die Preissuche der Preisagenten speziell nach Angeboten aus Österreich einschränken. Bei den deutschen Preisvergleichsportalen ist diese Selektion nicht möglich.

  • Genau sein: Geben Sie immer eine exakte und korrekte Produktangabe beziehungsweise Typenbezeichnung an.

  • Je mehr, desto besser: Die Anzahl und Qualität der Suchergebnisse hängt sehr davon ab, wie viele und welche Shops die Preissuchmaschinen bei der Suche berücksichtigen. Die Preisagenten der Preissuchmaschinen greifen dabei auf die Datenbanken der jeweiligen Preisvergleichsportale zurück.

  • Neu oder gebraucht? Seien Sie bei den Suchergebnissen vorsichtig. Suchen Sie ein neues Produkt, dann vergewissern Sie sich, dass es sich auch tatsächlich um Neuware handelt. Manchmal scheinen Anbieter wie "asgoodasnew" auf, die aufgrund ihres Firmennamens bereits implizieren, dass es sich möglicherweise nicht um Neuware handelt.

  • Weg mit dem Preisagenten: Sie müssen die individuell erstellten Preisagenten auch wieder deaktivieren bzw. löschen, falls sie nicht zeitlich befristet sind. Ansonsten treffen auch nach Ihrer Suche weiter E-Mails ein.
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