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In­kas­so­bü­ro

KonsumentInnen beschweren sich in der AK Beratung immer häufiger über Inkassobüros. Obwohl die Höchstsätze für Spesen in der Inkassogebühren-Verordnung geregelt sind, klagen VerbraucherInnen über beträchtliche Spesen, fehlende Möglichkeiten zur Spesenkontrolle und die Spesenvielfalt: Bearbeitungs-, Mahn- oder Evidenzhaltungsgebühren. Bei den verrechneten Spesen fehlen oft die Hinweise auf Umsatzsteuer, die auf die Inkassospesen aufgeschlagen wird, und Wertanpassung.

Fallen in Zahlungsaufforderungen

Die Inkassobüros schlüsseln die Mahnspesen häufig nicht auf. Ein häufiger Beschwerdegrund ist ferner, dass Nebenspesen oft viel höher sind als die eigentliche Hauptforderung. Die Schuldner seufzen ebenso über hohe Verzugszinsen – 18 Prozent pro Jahr und mehr und nicht nachvollziehbare Forderungsbeträge vom Gläubiger.

Die Beschwerden zeigen: die meisten Fallen sind in schriftlichen Zahlungsaufforderungen der Inkassobüros versteckt.

AK Tipps: Nehmen Sie sofort Kontakt mit dem Gläubiger auf!

  • Sind Sie mit einer Zahlung in Verzug, kann Sie ein Inkassobüro zur Zahlung auffordern. Wurde kein Fälligkeitstermin fix vereinbart und ergibt sich keine Fälligkeit aus Gesamtumständen, ist der Schuldner einmal aufzufordern. Eine weitere Mahnung ist grundsätzlich nicht nötig. Es ist ein Irrtum, dass der Schuldner dreimal gemahnt werden muss.

  • Nach Erhalt einer Zahlaufforderung, nehmen Sie sofort Kontakt mit dem Gläubiger auf.

  • Bei Verzug: Verfassen Sie von sich aus einen Brief mit einem Zahlungsvorschlag.

  • Fordern Sie vom Inkassobüro eine Aufschlüsselung der Gesamtforderung.

  • Hinterfragen Sie in Rechnung gestellte Mahnspesen des Gläubigers.

  • Sind Spesen höher als die ursprüngliche Forderung, ist die Angemessenheit zu prüfen.

  • Ratenvereinbarungen können teuer, aber manchmal nötig sein.

  • Mündliche Vereinbarungen immer schriftlich bestätigen lassen.

FAQs zu Inkassobüro:

Trotz beglichener Rechnung kommt ein Mahnschreiben.

Nehmen Sie sofort mit dem Zahlungsempfänger Kontakt auf, möglicherweise hat sich die Zahlung mit der Versendung des Mahnschreibens überschnitten.

Spesen für eine "Zahlungserinnerung" – ist dies zulässig?

Aufwendungen, die zur zweckentsprechenden Betreibung von Zahlungsrückständen dem betreibenden Vertragspartner entstehen, können dem säumigen Zahler angelastet werden. Ob das Schreiben dazu Mahnung oder Zahlungserinnerung heißt, ist unerheblich.

Müssen Mahnspesen vereinbart werden?

Üblicherweise finden Sie die Folgen des Zahlungsverzugs (Mahnspesen, Verzugszinsen,  etc.) in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, also im "Kleingedruckten".

Ein Inkassobüro fordert eine offene Rechnung ein und verlangt Spesen – ist das zulässig?

Der Unternehmer kann seine Forderung auch an ein Inkassobüro abtreten. Die Kosten solcher Mahn- und Inkassobüros setzen sich aus Zinsen, Spesen und weiteren Aufwendungen zusammen und erreichen nicht selten die Höhe des geschuldeten Betrages. Die Höchstsätze der Gebühren von Inkassobüros sind im Bundesgesetzblatt II Nr 490/2001 geregelt.

Kann eine Firma einen offenen Betrag sofort einklagen - ohne vorheriges Mahnschreiben?

Viele Konsumenten meinen, dass ein Unternehmen erst dann Klage einbringen kann, wenn zumindest einmal gemahnt wurde. Eine Mahnung ist jedoch nicht erforderlich. Ist die Zahlung fällig und wurde nicht bezahlt, kann die Firma sofort Klage einbringen.

In der Praxis ist es zwar üblich, dass zuerst versucht wird, mittels Mahnschreiben den offenen Betrag einzufordern, gesetzlich vorgeschrieben ist dies nicht.

Mit Zah­lun­gen im Rück­stand?

Wer säumig bei Zah­lun­gen für Kredite oder Ver­si­che­run­gen ist, zahlt meist üppige Spesen. Nehmen Sie deshalb sofort mit der Bank Kontakt auf!

Kredit ohne KSV?

Außer Spesen nix gewesen: Statt eines Kredits, wird Ihnen eine Schuldenregulierung angeboten. Dabei gäbe es die völlig kostenlos und ganz seriös.

Umschuldung

Würde sich für Sie eine Umschuldung lohnen? Wie sie das schnell herausfinden und was das beste Vorgehen ist, um Stolpersteine zu umgehen.

Schlagworte: Inkassobüro
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