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Ban­ko­mat­kar­te

So gehen Sie sicher mit Ihrer Bankomatkarte um:

  • Kennen Sie Ihr Behebungslimit? Grenze herabsetzen heißt Risiko minimieren.
  • Ihre Bank soll Sie über das optimale Abhebungslimit beraten. 
  • Hohe Guthaben oder Überziehungsrahmen am Konto erhöhen das Risiko. 
  • Vereinbaren Sie einen vernünftigen Überziehungsrahmen auf Ihrem Konto.
  • Heben Sie Ihre Bankomatkarte nie gemeinsam mit dem PIN-Code auf. 
  • Schirmen Sie sich bei Abhebungen oder Zahlungen gut gegen Blicke ab.

GeoControl bei Bankomatkarten

Die Banken hatten angekündigt, dass die Nutzung der Bankomatkarte außerhalb Europas/USA nur noch nach einer Extra-Freischaltung möglich ist – die Funktion heißt „GeoControl“. Grund für die Sperre in manchen Ländern ist das erhöhte Missbrauchsrisiko. 

Die Banken veröffentlichen Länderlisten auf Ihren Homepages, in welchen Ländern die Bankomatkarte uneingeschränkt verwendet werden kann. Reisen Sie in ein anderes Land, nehmen Sie unbedingt Kontakt mit Ihrer Bank auf und lassen Sie die Karte freischalten. 

Die Arbeiterkammer kritisiert, dass die Änderung des Bankomatkartenvertrages von den Banken einseitig ohne Zustimmung ihrer Kunden erfolgt ist und die Kunden nicht selbst über die Nutzung von Geo Control entscheiden konnten.

Forderung

Die AK fordert die Banken auf, ihre Vorgangsweise zu überdenken. Die Banken sollen vielmehr die Sicherheit der Karten selbst und der Geräte verbessern. Zudem sollen Banken die gesetzlichen Grundlagen über die Änderung von Rahmenverträgen einhalten: Änderungen, die die Kartennutzung einschränken, sind dem Kunden rechtzeitig (2 Monate vor Änderung) mitzuteilen. Dieses Schreiben der Bank muss auch ein Widerspruchsrecht des Karteninhabers enthalten. Aber: Die Bank kann bei Widerspruch den Kartenvertrag kündigen – tut die Bank dies, muss sich der Kunde ein neues Konto suchen. Service: Spesen bei Plastikkarten können Sie mit dem AK Zahlungskarten-Rechner überprüfen.

Verlust der Bankomatkarte

Diebstahl, Verlust oder der plötzliche Einzug der Karte beim Automaten können unangenehme Folgen haben. Folgendes sollten Sie in solchen Fällen beachten:

  • Haben Sie Ihre Karte verloren, oder ist sie gestohlen worden, sollten Sie unverzüglich Ihr Konto sperren lassen. Nach dem neuen Zahlungsdienstgesetz muss die Sperre sofort wirksam sein.

  • Außerhalb der Öffnungszeiten stehen Ihnen die Sperrnotrufnummern der Payment Services Austria zur Verfügung. Die Nummern finden Sie bei jedem Bankomaten.

  • Melden Sie den Verlust oder Diebstahl der Polizei. Die Bank braucht eine polizeiliche Verlust- oder Diebstahlsmeldung. Für den Fall, dass Ihnen vor der Sperre durch einen Missbrauch ein Schaden entstanden ist, haften Sie nach dem Zahlungsdienstgesetz nicht, wenn Sie Karte und Code sorgfältig aufbewahrt haben. Wenn man Ihnen leichte Fahrlässigkeit vorwerfen kann, beträgt die neue Haftungsgrenze 150 Euro, bei grober Fahrlässigkeit kann auch ein höherer Schaden zu tragen sein (bis zur Höhe des vereinbarten Kontolimits).

  • Bedenken Sie, dass hohe Behebungslimits auch ein höheres Risiko im Verlustfall darstellen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank!

  • Wird die Bankomatkarte vom Automaten plötzlich eingezogen, melden Sie den Vorfall ebenfalls gleich der Bank. Außerhalb der Bankzeiten ist es ratsam, den Sperrdienst anzurufen. Im Zweifelsfall die Bankomatkarte sperren lassen!

  • Wenn der Bankomat den Abhebungsvorgang abbricht, und Sie erhalten kein Geld, sind sich aber nicht sicher, ob das Geld von Ihrem Konto abgehoben wurde oder nicht: Melden Sie auch diesen Vorfall der Bank. Außerhalb der Öffnungszeiten notieren Sie sich die genaue Uhrzeit und die Standortnummer des Bankomaten. Denn jeder Bankomat verfügt über ein Bankomat-Journal, auf dem ersichtlich ist, ob tatsächlich Geld ausbezahlt wurde oder nicht. Zum Teil werden Geldausgabeautomaten auch videoüberwacht.

Sperrentgelt für Bankomat- und Kreditkarten ist nicht erlaubt

Diese Situation kennen wohl viele: Bankomatkarte verloren, Kreditkarte gestohlen – und zu dem Frust über die verschwundenen Karten kommt dann auch noch Ärger über hohe Sperrgebühren der Banken und Kreditkartenunternehmen. Gegen diese und andere typische Kundenrichtlinien für das Maestro und Quick Service hat die AK die BAWAG PSK geklagt. Das Urteil des OGH über die Verbandsklage bestätigt: 16 der 19 eingeklagten Klauseln sind unzulässig. Das Urteil bringt mehr Klarheit, wie einzelne Bestimmungen dieses Gesetzes auszulegen sind.

Die wichtigste Klarstellung:

Bei einer Sperre der Maestro-Karte oder der Kreditkarte darf kein Sperrgebühr in Rechnung gestellt werden. Das gilt nicht nur für die BAWAG PSK, sondern auch für andere Banken und Kreditkartenunternehmen.

KundInnen können Sperrentgelt zurückfordern

Ihnen ist in der Zeit seit 1. November 2009 ein Sperrgebühr verrechnet worden? Das Urteil bedeutet für Sie, dass Sie dieses von der Bank bzw. von dem Kreditkartenunternehmen zurückfordern können!

TIPP

Hier finden Sie den Musterbrief zur Rückforderung der Sperrgebühr zum Downloaden...

 

Zah­lungs­kar­ten-Rech­ner

Wie hoch sind die Spesen, wenn Ban­ko­mat- oder Kre­dit­kar­te im Ausland ver­wen­det werden?

Schlagworte: Bankomatkarte
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