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Blutdruckmessgeräte im Test

Wer regelmäßig seinen Blutdruck messen muss benötigt ein sicheres und zuverlässiges Gerät. Der Verein für Konsumenteninformation hat 15 Modelle auf Handhabung und Messgenauigkeit getestet und die Ergebnisse präsentiert.

Ruhig Blut

Bluthochdruck – dieser beginnt laut gängigen Definitionen bei 140/90 – zählt zu den häufigsten Erkrankungen in den Industrienationen. Verantwortlich dafür sind nicht zuletzt ungünstige Ernährung, Übergewicht und fehlende Bewegung. Viele Patienten befinden sich wegen erhöhter Werte auch in medizinischer Behandlung und sind angehalten, ihren Blutdruck regelmäßig selbst zu Hause zu kontrollieren.

Vier messen gut

Lediglich 4 von 15 getesteten Geräten schafften ein "gut" beim wichtigsten Gruppenurteil "Blutdruckmessung", darunter zwei günstige fürs Handgelenk. Dass das Modell BM 85 von Beurer insgesamt nur ein "weniger zufriedenstellend" bekam, liegt daran, dass es ein Datenleck aufweist. Die Messwerte können nämlich an Rechner, Smartphone oder Tablet übertragen werden. Dazu benötigt man lediglich eine kostenlos downloadbare App, die sowohl für Android als auch für iOS (iPhone, iPad) erhältlich ist. Die Android-App funktioniert einwandfrei; bei der iOS-App dagegen werden Nutzername und Passwort unverschlüsselt übermittelt.

Geringe Toleranz

Für ein "gut" in der Messgenauigkeit durfte ein Gerät maximal 5 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) vom Vergleichsverfahren abweichen. Ein "durchschnittlich" gab es bei einer Abweichung bis zu 7,5 mmHg. Zwei Handgelenkgeräte, das Sanitas SBC 21 und das Mobil Soft Control von Aponorm, fielen durch relativ große Abweichungen zur Vergleichsmessung auf. Sie erhielten deshalb ein "weniger zufriedenstellend". Diese Modelle sind nicht empfehlenswert, denn deutlich zu niedrige Werte wiegen in falscher Sicherheit, zu hohe beunruhigen unnötig.

Korrekte Handhabung

Um korrekte Werte zu bekommen, müssen einige Regeln beachtet werden, etwa betreffend den korrekten Sitz der Manschette; durch eine fehlerhafte Handhabung können die Werte nämlich stark verfälscht werden. Dazu ist es wichtig, dass sich die Geräte einfach bedienen lassen. Dies trifft auf alle Testkandidaten zu.
Werte werden gespeichert. Neben dem bereits angesprochenen Oberarmgerät BM 85 von Beurer bieten auch die Medisana-Modelle BW 300 Connect (Handgelenkgerät) und BU 550 Connect (Oberarmgerät) das kostenlose Extra, die Messwerte auf Rechner, Smartphone oder Tablet zu übertragen. Sonst speichern alle getesteten Geräte die gemessenen Werte. Diese lassen sich per Tastendruck nacheinander abrufen; oft werden auch Mittelwerte angezeigt. Ist der Speicher voll, verschwinden die ältesten Werte. Es lohnt also, sie etwa in einen Blutdruckpass zu übertragen.

Im Internet erhältlich

Einige Modelle werden in Österreich im Onlineversand angeboten. Möglicherweise können Sie die Geräte auch über Apotheken (bzw. Bandagisten) bestellen. Das trifft etwa auf den Testsieger RS2 von Omron zu.

Blutdruckmessgerät Omron © Stiftung Warentest, VKI
TIPPS

Zeit nehmen

Beim Blutdruckmessen ist es wichtig, dass Sie vorher körperlich und gedanklich zur Ruhe kommen. Idealerweise sollten Sie fünf Minuten entspannt sitzen, bevor Sie die Manschette anlegen. Sprechen oder essen Sie beim Messen nicht, halten Sie Arme und Beine ruhig.

Messzeiten

Messen Sie regelmäßig, möglichst zur selben Zeit – etwa morgens vor dem Frühstück, dem ersten Kaffee und bevor Sie blutdrucksenkende Medikamente einnehmen. Messen Sie immer am selben Arm. Unterscheidet sich der Druck an den Armen stark, besprechen Sie das mit dem Arzt.

Richtig messen

Gemessen wird immer auf der nackten Haut. Die Manschette darf nicht zu locker und nicht zu fest sitzen. Die meisten Handgelenkgeräte sind für einen Umfang von 13,5 bis 21,5 Zentimetern geeignet, Oberarmgeräte für 22 bis 42 Zentimeter Umfang. Handgelenkgeräte auf Herzhöhe platzieren.

Werte sammeln

Dokumentieren Sie Ihre Werte, etwa im Blutdruckpass, und nehmen Sie das Dokument regelmäßig mit zum Arzt. Sagen Sie ihm, wenn Ihr Gerät wiederholt unregelmäßigen Puls anzeigt. Das kann auf eine Herzrhythmusstörung hindeuten.


Dieser Test wurde vom Verein für Konsumenteninformation durchgeführt.

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