Maklerprovision

Kommt ein Mietvertrag oder ein Kaufvertrag zustande, der durch einen Immobilien-Makler oder eine makelnde Hausverwaltung vermittelt wurde, so muss der Mieter oder Käufer eine Maklerprovision zahlen.

Provision für Mietobjekte

Die folgenden Angaben beziehen sich auf Wohnraummieten. Für Geschäftsräume gelten andere Obergrenzen.

  • Für unbefristete oder für über drei Jahre befristete Mietverträge darf die Provision für den Makler zwei Bruttomonatsmieten betragen.
  • Für Mietverträge, die auf drei oder weniger Jahre befristet sind, darf sich der Makler eine Bruttomonatsmiete berechnen.
  • Die Provision für makelnde Hausverwalter beträgt eine Bruttomonatsmiete. Bei auf drei Jahre und kürzer befristeten Mietverträgen dürfen Hausverwalter eine halbe Bruttomonatsmiete verlangen.

Provision für Immobilienvermittlung

Bei einem Kaufpreis bis 36.336,42 Euro beträgt sie maximal 4 Prozent vom Kaufpreis, bei einem Kaufpreis darüber maximal 3 Prozent.

Unabhängige Vermittlungstätigkeit 

Ist der Makler gleichzeitig der Vermieter beziehungsweise der Verkäufer, darf er keine Provision verlangen.

Wenn der Makler in einem Naheverhältnis zum Vermieter oder Verkäufer steht, muss er das dem Wohnungssuchenden schriftlich mitteilen. Das Naheverhältnis kann wirtschaftlich oder familiär sein, also zum Beispiel wenn der Makler ein Bruder des Vermieters ist, oder mit dem Verkäufer in ständiger Geschäftsverbindung steht.

Tipp/Hinweis/Achtung

Teilt der Makler das Naheverhältnis nicht oder erst nach dem Vertragsschluss mit, darf er keine Provision verlangen!

Interview

Interview auf WNTV mit AK-Experten Mag. Christopher Maurer.

Kontakt

Wohnrechtsberatung 

Mo - Fr: 8 - 13 Uhr
Tel.: +43 5 7171 23333 

Email

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