Wäschetrockner: Nicht alles im Trockenen

Die diversen Aufgaben werden von den Geräten unterschiedlich gut bewältigt, viele zeigen die Laufzeit falsch an. Abweichungen gibt es auch beim Stromverbrauch.

Im Test

Insgesamt standen diesmal 9 Trockner auf dem Prüfstand.  Die Trommeln von Gorenje und Huber fassen 8 kg Wäsche, die der restlichen Geräte 7 kg. Bosch und Siemens sind baugleich. Es handelt sich durchwegs um die mittlerweile gängigste Bauform, nämlich Kondensationstrockner mit Wärmepumpe.

Bester im Test

Manchmal fällt das Testergebnis eindeutig aus. Wenn Sie auf der Suche nach einem Wäschetrockner sind, dann sollten Sie den Miele TWB 140WP wählen. Egal ob Trocknen, Handhabung oder Umwelteigenschaften, das Gerät hat die Nase vorn. Leider gilt das auch für den Anschaffungspreis.

Günstige Alternative

Wer es etwas billiger haben möchte, ist mit dem zweitgereihten Beko-Trockner gut bedient. Er bleibt vor allem aus zwei Gründen hinter Miele zurück: Erstens ist sein Flusensieb umständlicher zu reinigen, was nicht nebensächlich ist, weil dies nach jedem Trockendurchgang erledigt werden muss; und zweitens liefert er Baumwollwäsche nicht ganz so exakt bügelfeucht. Dies hinzubekommen, fällt freilich auch etlichen Konkurrenten schwer. AEG, Sharp und Hoover ließen hier sogar deutlich Punkte liegen.

Nicht verlässlich

Ungenau arbeiten die meisten Geräte, wenn es darum geht, die Restlaufzeit anzuzeigen. Bosch, Siemens und Constructa etwa waren 40 Minuten (bei halber Beladung sogar 80 Minuten) früher mit dem Programm „Baumwolle schranktrocken“ fertig, als angegeben. Verlorene Zeit, während der die Wäschestücke noch dazu verknittern.

Stromverbrauch

Da sind Miele und Beko top. Letzterer ist überhaupt der sparsamste Trockner im Test. Er gibt sich mit einer Kilowattstunde pro voller Ladung zufrieden, während zum Beispiel das Schlusslicht Sharp für Baumwolle um die Hälfte mehr Strom als Beko benötigt. Über die Nutzungsdauer gerechnet macht das schon einen Unterschied – für die Geldbörse ebenso wie für die Umwelt.

Kältemittel und Umwelt

Die Wärmepumpe mit ihrem Kondensator erfüllt den Zweck, die feuchte Luft aus der Trommel abzukühlen, ihr die Feuchtigkeit zu entziehen und die nun trockene Luft wieder der Wäsche zuzuführen. Ein energiesparender Kreislauf, für den die Wärmepumpe aber ein Kältemittel benötigt. In früheren Trocknermodellen war das meist R134a, ein fluorierter Kohlenwasserstoff mit dem 1.430-fachen Treibhauspotenzial von Kohlendioxid. Erfreulicherweise findet sich in den meisten aktuellen Modellen R290, sprich: Propangas. Dieses hat nur den dreifachen Treibhauseffekt von Kohlendioxid. Die übliche Füllmenge von 150 Gramm pro Gerät hat einen Treibhausffekt wie etwa 2,7 km Auto fahren, bei R134a sind es hingegen 2.700 km. Das Gorenje-Gerät im Test ist das einzige mit dem Kältemittel R450a, das als Bestandteil R134a enthält. So oder so ist es jedenfalls wichtig, das Kältemittel gar nicht erst in die Atmosphäre gelangen zu lassen, weshalb eine fachgerechte Entsorgung der Wäschetrockner unerlässlich ist.

Testsieger

Wäschetrockner der Firma Miele © Ralph Kaiser, Stiftung Warentest
Wäschetrockner der Firma Miele © Ralph Kaiser, Stiftung Warentest



 









Alle Details zum Test:
www.konsument.at/waeschetrockner112020
(kostenpflichtig)

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