Käsekrainer © hjschneider, stock.adobe.com
Käsekrainer © hjschneider, stock.adobe.com

Test: Käsekrainer

Die Käsekrainer wurde in Österreich erfunden und ist inzwischen die beliebteste Grillwurst. Das Angebot an guten Produkten ist groß.

Was ist drin?

Die Käsekrainer zählt zu den sogenannten Brühwürsten. Sie wird aus Rind- und/oder Schweinefleisch, Speck, Salz, Gewürzen und Käse hergestellt. Nach dem Abfüllen werden die Würste leicht geräuchert und anschließend gebrüht, das heißt, auf rund 70 Grad C erhitzt. Die meisten der untersuchten Käsekrainer enthalten Schweine- und Rindfleisch, einige nur Schweinefleisch. Eingefüllt wird die Wurstmasse überwiegend in Schweinedarm. Bei den Käsekrainern aus Geflügelfleisch kommt ausschließlich Putenfleisch zum Einsatz. Ihre Wursthülle stammt meist vom Schaf, aber auch vom Schwein.

Welcher Käse?

In den untersuchten Würsten steckt häufig Emmentaler. Oft findet sich in den Zutatenlisten aber lediglich das Wort „Käse“, ohne weitere Spezifizierung. Da kann der Kunde dann nur Rätsel raten, worum genau es sich handelt. Und bei Transgourmet Economy und F. Krainer kommt überhaupt nur eine Schmelzkäsezubereitung in die Wurst – nicht unbedingt das, was man sich von einer Käsekrainer erwarten würde. Es ist aber zulässig.

Wurst ist nicht wurscht

Neun der untersuchten Käsekrainer tragen ein AMA-Siegel. Bei diesen Würsten muss das verarbeitete Fleisch, aber auch der Käse zu 100 Prozent aus Österreich kommen. Und auch sonst gelten strengere Anforderungen, was die Zutaten betrifft.

Käsekrainer-Test: die drei Sieger © Stiftung Warentest, VKI
Käsekrainer-Test: die drei Sieger © Stiftung Warentest, VKI

Kalorienbombe

Dass Käsekrainer kein Diätessen sind, kann als bekannt vorausgesetzt werden. Die Würste im Test liefern zwischen 174 und 388 kcal pro 100 Gramm. Wer es leichter mag, greift am besten zu Puten-Käsekrainer, die im Schnitt 100 kcal weniger pro 100 Gramm Wurst enthalten. Gewicht. Aufgefallen ist beim Einkauf, wie unterschiedlich schwer die Würste sind. Im Einzelhandel wiegen die meisten Käsekrainer zwischen 100 und 125 Gramm pro Stück. Im Großhandel werden meist größere und schwerere Würste verkauft.

Untersuchung auf Keime

Bei der Fahndung nach unerwünschten Keimen zeigten sich einige Auffälligkeiten. Verbesserungsbedarf wegen erhöhter Keimzahlen konstatierten die Prüfer bei den Puten Minikäsekrainern von Hubers, der Mangalitza Käsekrainer von Windisch und der Käsekrainer von Hofmann. Komplett abgestürzt ist dagegen Clever. Diese Käsekrainer hatte einen so hohen Keimgehalt, dass sie nach Ansicht der Experten nicht mehr genusstauglich, also für den menschlichen Verzehr ungeeignet war.

Verwirrende Angaben auf der Verpackung

Verpackte Käsekrainer kommen selten einzeln oder in kleiner Stückzahl daher. Umso wichtiger sind Hinweise, was nach dem Öffnen der Verpackung zu tun ist. Erstaunlicherweise geht es hier drunter und drüber. Manche Hersteller empfehlen, die Würste gleich aufzuessen. Bei anderen findet sich der Hinweis, die Käsekrainer innerhalb von vier Tagen zu verzehren. Warum eine geräucherte und gebrühte Wurst bei einem Hersteller gar nicht und bei einem anderen vier Tage haltbar ist, ist für Konsumenten wohl schwer zu verstehen.

Auswahl

Bei so vielen tadellosen Testergebnissen lohnt sich ein Blick auf den Preis. Erstklassige Käsekrainer gibt es auch um wenig Geld.

Herkunft

Alle untersuchten Würste kommen aus Österreich. Eine Herkunftsgarantie für verarbeitete heimische Rohstoffe wie Fleisch und Käse gibt es bei Produkten mit einem AMA-Siegel.

Viele Möglichkeiten

Eine Käsekrainer kann man gekocht, gebraten oder gegrillt genießen. Je nach Vorliebe auf Senf, frisch geriebenen Kren oder Ketchup nicht vergessen.

Richtig braten

Mit etwas Fett einstreichen und mit einer (Spick-)Nadel anstechen. Während des Bratens noch einige Male wiederholen. Sobald die Wurst heiß genug ist, tritt der Käse aus und bildet eine Kruste. Sanft weiterbraten, nicht mehr wenden.

Abwechseln

Der Großteil unserer untersuchten Käsekrainer enthält Pökelsalz (Natriumnitrit). Beim Grillen besteht die Gefahr, dass sich Nitrosamine bilden, die krebserregend sind. Daher besser nicht zu oft grillen.


Dieser Test wurde vom Verein für Konsumenteninformation durchgeführt.

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