4.3.2021

Alarm: Rauchmelder

Alle untersuchten Geräte erledigen ihren Job verlässlich. Von 16 erreichten 13 ein „gut“. Sie warnen rechtzeitig und laut genug. 

Brandrisiko

Wohnungsbrände fordern in Österreich jährlich mehrere Dutzend Menschenleben. Grund dafür sind aber seltener die Flammen, vielmehr die giftigen Rauchgase: 80 Prozent der Opfer ersticken. Der Rauch ist also das Gefährlichste an einem Wohnungsbrand. Außerdem nimmt der Rauch die Sicht auf die Fluchtwege. Neben der Brandverhütung und funktionsfähigen Feuerlöschern sollte daher auch an die Installation von Rauchmeldern in jeder Wohnung gedacht werden. Diese Geräte warnen bereits bei wenig Rauch (sind aber trotzdem für Raucher geeignet). Sie bieten daher einen entscheidenden zeitlichen Vorsprung, um zu löschen oder zu flüchten. 

Im Test

16 Rauchwarnmelder, darunter drei, die sich mit Funk vernetzen lassen. Diese Geräte empfehlen sich für stark schallisolierte oder weit auseinanderliegende Zimmer. Sie brauchen kein WLAN-Netz, sondern stehen in Funkkontakt zueinander: Wenn ein Melder Alarm schlägt, dann tun das auch die anderen in den übrigen Räumen.

Funktion

Die Alarmauslösung wurde bei vier verschiedenen Testfeuern geprüft: Schwelbrand von Holz bzw. Baumwolle, Brand von Kunststoff (Polyurethan) und von flüssigem Lösungsmittel (Heptan). Das Wichtigste: Alle Rauchmelder alarmieren durchgehend gut. Allerdings bekamen manche matte Noten für ihre Bedienung und Funktionskontrolle.

Platzierung 

Bringen Sie den Melder möglichst mittig im Raum an der Decke an, mindestens einen halben Meter von Lampen, deckenhohen Regalen oder Wänden entfernt. Aber: In Dachspitzen steigt der Rauch wegen des dort angesammelten warmen Luftpolsters nicht bis ganz nach oben. Deshalb das Gerät einen Meter unterhalb der Spitze befestigen, etwa an der Dachschräge.

Saft aus

Wird die Batterie leer, piepst der Melder in bestimmten Abständen. Dann sollten noch 30 Tage Zeit bleiben, das Produkt zu tauschen.

Alternative

Für Hörgeschädigte gibt es Alarmgeber mit Lichtblitzen, die auch im Schlaf durch die geschlossenen Augenlider wahrnehmbar sind.

Schlaf

Verlassen Sie sich nicht auf Ihren Geruchsinn im Schlaf. Er funktioniert nicht. Außerdem bildet ein Brand geruchlose tödliche Gase, die Sie unbemerkt im Schlaf einatmen. 

Raucher

Rauchmelder funktionieren foto-optisch. Erst bei vielen Rauchpartikeln im Inneren des Melders löst der Signalton aus. Beim Rauch von Zigaretten und brennenden Kerzen passiert das unter normalen Umständen nicht.

Bauweise

„Betonhäuser brennen eh nicht.“ Stimmt, aber Kleidung, Vorhänge, Teppiche oder Möbel sehr wohl. 100 Gramm brennender Schaumstoff reichen für lebensbedrohliches Rauchgas.

Elektrik

Unterschätzen Sie nicht die Gefahr von Elektrobränden. Verwenden Sie nur geprüfte Geräte. Stecken Sie Akkuladegeräte oder Elektrogeräte aus, die nicht in Betrieb sind. Schalten Sie nie mehrere Steckdosenleisten hintereinander. 


Alle Details zum Test (kostenpflichtig): 
www.konsument.at/MelderR21

Testergebnis

Rauchmelder (0,1 MB)

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