Kaffeevollautomaten: Gut um jeden Preis 

Auf Dauer kommt ein Vollautomat in der Regel deutlich billiger als eine Kapsel- oder Padmaschine, weil der Kaffee um einiges weniger kostet als das in Kleinstpackungen hineingepresste Pulver. Auch aus ökologischer Sicht sind die Einwegkapseln fragwürdig.

Testergebnis

Auf Markengeräte ist Verlass. Keines der getesteten Geräte weist arge Mängel auf, das Gesamturteil ist durchwegs gut. Und es ist nicht allein italienischen Firmen vorbehalten, gute Espressomaschinen zu produzieren. Testsieger wurde – wie schon in den Jahren davor – Jura, mit Firmensitz am Fuß des gleichnamigen Gebirges in der Nordwestschweiz. Knapp dahinter rangiert neben De´Longhi und Saeco (beide Italien) Nivona mit Firmensitz in Nürnberg.

Die „Kleinen“ halten mit. Auffallend ist, dass die preiswerten Geräte durchwegs mithalten können. Bei der wichtigsten Aufgabe, dem Zubereiten von Kaffee und Milchschaum, stehen sie den Topgeräten in nichts nach. Auch beim Reinigen und Entkalken bieten teure Modelle keine generellen Vorteile, nur ihre Ausstattung ist reichhaltiger. 


Bester Espresso. Da sticht die Jura D 6 alle aus: Als Einzige im Test schaffte sie in der sensorischen Prüfung ein „sehr gut“. Diese Geschmacksbeurteilung wurde von acht geschulten Verkostern vorgenommen. Sie prüften den Espresso bei 55 Grad auf Fehlerfreiheit in Geschmack sowie Mundgefühl, Crema und Geruch.

Kafeevollautomat Jura D 6 ©  , VKI
Jura D 6 © , VKI


Bester Milchschaum. Beim ebenfalls verkosteten Milchschaum wurden die Automaten von De´Longhi am besten bewertet: Aussehen, Geruch, Mundgefühl sowie Geschmack fanden bei den Testern den meisten Anklang.

Kaffeevollautomat De´Longhi ©  , VKI
De´Longhi © , VKI


Bester Cappuccino. Diese Verkostung wurde von einem professionellen Barista vorgenommen. Dessen Beurteilung wurde allerdings nicht im Testurteil berücksichtigt. Er war von den Automaten zubereiteten Cappuccinos nicht restlos begeistert. Insgesamt fand der Barista die Mischungen von Krups am besten.

Geschmäcker sind verschieden. Auch Experten kommen regelmäßig zu gegensätzlichen Urteilen. Da kommt es gelegen, wenn man an der Kaffeemaschine möglichst viel einstellen kann, um das Ergebnis seinen Bedürfnissen anzupassen. Regler für Kaffeestärke und Mahlgrad sind sicher nützlich. Luxusmodelle erlauben es auch, individuelle Nutzerprofile anzulegen, sodass jedes Familienmitglied seine eigene Kaffeemischung auf Knopfdruck serviert bekommt. 

Wie macht man den besten Kaffee?

Die klassische Form der Zubereitung von Espresso ist jene mit der Mokkakanne, die der Italiener Alfonso Bialetti 1933 erfunden hat. Heute noch findet sich in fast allen italienischen Haushalten ein solcher Kocher. Puristen schwören auf Filterkaffee – allerdings nicht mit der Maschine zubereitet, sondern von Hand, was natürlich Erfahrung und Geschick voraussetzt. 

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