Heißluftfritteusen im Test

Die Heißluftfritteuse hat sich zum Trendprodukt entwickelt. Konkret handelt es sich um Mini-Backöfen mit Grill und Umluft, bei denen es genügt, vor dem Garvorgang ein bis zwei Esslöffel Speiseöl hinzuzufügen. Die Palette an Nutzungsmöglichkeiten ist vielfältig. Pommes frites, Hühnerkeulen, Gemüse bzw. Muffins sollen damit köstlich gelingen - theoretisch zumindest.

Testergebnis: Zu viel versprochen

Das Testergebnis fällt im Großen und Ganzen enttäuschend aus. Speziell, wenn man nach den Herstellerangaben vorgeht. Die beiden Philips-Fritteusen und die von Caso liefern knusprige Pommes frites, auch wenn diese nicht so intensiv riechen und schmecken wie aus dem Fett heraus und auch merklich trockener sind. Zucchini, Paprika und Champignons kamen bei Befolgung der Herstellerangaben nur bei der Caso AF 400 in kulinarisch ansprechender Form wieder zum Vorschein. Bei einigen anderen Geräten führte erst das Experimentieren mit Temperatur und Gardauer doch noch zu besseren Ergebnissen. Gute Muffins erzeugten die beiden Philips-Modelle und Russell Hobbs auf den ersten Versuch, während Severin komplett daran scheiterte. Tiefpunkt sind die Hühnerkeulen: Bei Philips Airfryer HD9220, Gourmetmaxx, Russell Hobbs und Clatronic landen sie blass und mit roten Stellen am Knochen nicht gerade appetitlich auf dem Teller.

Die Besten im Test

Heißluftfritteuse von Philips © VKI,
Philips HD9920 © VKI,


Philips HD9220: „durchschnittlich“

Macht die besten Pommes frites und auch Muffins gelingen gut. Nach Anleitung gegarte Hühnerkeulen bleiben blass, stellen aber keine Gesundheitsgefahr dar. Ungenaue Regelung der Gartemperatur. Intuitiv bedienbar. 



Heißluftfritteuse Profi Cook PC-FR 1147 H © VKI,
Profi Cook PC-FR 1147 H © VKI,


Profi Cook PC-FR 1147 H: „durchschnittlich“

Ein relativ preisgünstiges Gerät, das bei der Zubereitung unterschiedlicher Speisen konstant durchschnittliche Ergebnisse liefert. Die Bediensymbole sind schwer erkennbar. Das Gerät ist ein Leichtgewicht und recht kompakt.




Zu heiß: Achtung Verbrennungsgefahr!

Ebenfalls getestet, aber „nicht zufriedenstellend“: Die Tefal Actifry-Modelle 2in1, Genius XL und Original sowie De’Longhi Multifry FH1394/2. Es handelt sich um Deckelmodelle mit entnehmbarem Frittierkorb, und ausgerechnet im Deckelbereich besteht bei Oberflächentemperaturen zwischen 97 (De’Longhi) und 118 Grad (Tefal) Verbrennungsgefahr. Die vier Geräte überzeugten auch punkto Zubereitung nicht.

Tipps

Alternativen

Heißluftfritteusen sind vielseitig und arbeiten fett- und geruchsärmer als Fettfritteusen. Sie sind aber nicht alternativlos, weil man vieles auch im Backrohr oder in der Kombi-Mikrowelle zubereiten kann.

Acrylamid

Alle Pommes frites blieben im Test deutlich unter den von der EU als kritisch angesehenen Werten für den krebserregenden Stoff Acrylamid.

Schütteln

Das bestmögliche Ergebnis erzielt man, wenn man die Pommes frites während der Zubereitung mehrmals schüttelt.

Experimentieren

Oft lassen sich die Ergebnisse verbessern, wenn man sich nicht akribisch an die Herstellerangaben hält. Am meisten herausholen lässt sich diesbezüglich aus der Caso AF 400, die sehr einfach zu bedienen ist, allerdings den höchsten Stromverbrauch hat.

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