06.04.2021

Freiheit oder Ausdauer? Akku- und Bodenstaubsauger

Geräte mit und ohne Kabel im direkten Vergleich. Abhängig vom Einsatzbereich hat jede Ausführung Stärken und Schwächen.

Das Test-Duell

Acht Bodenstaubsauger (drei mit, fünf ohne Beutel) plus ein Handstaubsauger (mit Beutel) gegen zehn Akkumodelle. 

Die besten im Test

Auffallend: Unter den Bodenstaubsaugern gibt es ausschließlich gute und durchschnittliche Ergebnisse, während die Ergebnisse bei den Akkusaugern sehr durchwachsen sind. Das hat vor allem mit den Saugeigenschaften und/oder dem Staubrückhaltevermögen zu tun. Zugleich haben sich aber mit Bosch BSS81POW1 und Dyson V11 SV17 zwei Akkumodelle an der Spitze platziert, die den Vergleich mit den kabelgebundenen Saugern nicht scheuen müssen. Mehr noch: Dyson ist nicht nur auf Teppichboden der eindeutige Gewinner, sondern liefert auch insgesamt das beste Saugergebnis im Test.

Was sind nun aber die ausschlaggebenden Auswahlkriterien? 


Ausdauer

Möglicherweise das schlagende Argument. Selbst die Testsieger unter den Akkusaugern (Bosch und Dyson) müssen bei voller Leistung nach 14 bis 16 Minuten für mehrere Stunden zurück an die Steckdose. Einen Zweitakku liefert nur der Drittgereihte von Miele standardmäßig mit. Für intensiven Einsatz oder große Flächen sind daher Sauger mit Kabel die erste Wahl. 

Gründlichkeit

Ob Teppich, Hartboden oder Ritzen – unabhängig davon, ob sie mit oder ohne Kabel arbeiten, schneiden die besten Sauger hier gut oder sehr gut ab. Gemeinsam ist ihnen allerdings auch, dass sie in den Ecken und an den Kanten Staub liegen lassen. Hier hilft dann nur, diese Stellen ohne Düse direkt mit dem Rohr zu saugen. 

Polstermöbel

Dank spezieller Polsterdüse (oder einer anderen dafür tauglichen Kleindüse) ist das Saugen von Couch und Fauteuil für keines der getesteten Geräte eine unlösbare Aufgabe. Beim Rowenta-Akkusauger fehlt ein solches Zubehör allerdings gänzlich.

Tierhaare

Hunde- und Katzenbesitzer wissen ein Lied davon zu singen, dass Tierhaare sich aus Teppichen nur sehr schwer wieder herauslösen lassen. Von Vorteil sind hier Sauger mit Elektrodüsen und rotierenden Bürsten. Akkusauger sind damit in der Regel von Haus aus ausgestattet. Die guten unter ihnen kommen mit Tierhaaren gut zurecht; bei den kabelgebundenen Modellen gelingt dies nur dem Handstaubsauger Kobold VK200 von Vorwerk, der ebenfalls mit einer Elektrobürste ausgerüstet ist.

Stufen saugen

Wendig, leicht, kabellos – in Stiegenhäusern sind Akkusauger definitiv im Vorteil. Die klassischen Bodenstaubsauger sind eher schwergewichtig, stehen auf Stufen oft wackelig oder sind dort entsprechend schwierig zu manövrieren.

Flexibilität

Akkusauger sind bei Bedarf rasch zur Hand, rund ums Haus einsetzbar und lassen sich meist auch zum handlichen Kleinsauger umbauen. Die Laufzeit setzt der Flexibilität allerdings Grenzen. Weitere Voraussetzung: Der Akku muss geladen sein. 

Staubrückhaltevermögen

Dieser Punkt führte bei einigen Akkusaugern zur Abwertung, während die besten von ihnen mit den Bodenstaubsaugern mithalten können. Für Hausstauballergiker empfehlen sich Modelle mit Beutel, weil beim Entleeren der Staubboxen relativ viel Schmutz aufgewirbelt wird. Bei den Akkusaugern sind Beutel allerdings kaum verbreitet. Der Kärcher-Sauger (mit Kabel) bindet den Staub in seiner Box mit Wasser. Das Entleeren ist jedoch unhygienisch.

Lautstärke

Empfindliche Ohren haben mit Akkusaugern keine Freude. Viele Modelle sind auf Teppich- und Hartboden unangenehm laut. Leisere Geräte, die trotzdem gut saugen, findet man derzeit nur unter den Bodenstaubsaugern. 

Akkus

Ein grundsätzliches Problem der Akkus ist, dass sie nach oftmaligem Laden und Entladen an Kapazität verlieren. Bei den getesteten Modellen von Dyson und Xiaomi verkürzte sich die Akkulaufzeit nach insgesamt 70 Betriebsstunden sogar um mehr als 20 Prozent.
Sinnvoll ist es, darauf zu achten, dass man den Akku auf einfache Weise selbst tauschen kann und keinen Fachbetrieb dafür aufsuchen muss. Nur dann kann man auch die Anschaffung eines Zweitakkus erwägen, den man geladen bereitliegen hat, um die Saugzeit zu verdoppeln. Bei Miele wird ein zweiter Akku mitgeliefert. Das Bosch-Modell verfügt als Einziges über einen Systemakku, der auch in diversen Werkzeugen einsetzbar ist.

Alle Testergebnisse im Detail (kostenpflichtig):
www.konsument.at/SaugerA21

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