Präsident Wieser: Nach Tod von dreifachem Familienvater „vergaß“ Unternehmen auf Abfertigung für Witwe

Wenn ein Vater von drei Kindern überraschend stirbt, ist das sehr tragisch für dessen Familie und Freunde. Umso schlimmer ist die Situation, wenn der Arbeitgeber hinterher „vergisst“, den Hinterbliebenen die berechtigte Abfertigung zu bezahlen. So geschehen im Herbst 2017, als ein 59-Jähriger plötzlich verstarb. Die Witwe sah lange kein Geld und wandte sich daher an die AK Niederösterreich. „Wir haben für die Hinterbliebenen mehr als 8.000 Euro geholt“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Abfertigung nicht bezahlt

Der 59-jährige Gebäudereiniger war 15 Jahre bei einem Unternehmen im südlichen Weinviertel voll erwerbstätig und hat dort 2.000 Euro brutto verdient. Im Oktober 2017 verstarb er überraschend. Zwar hatte der Arbeitgeber der Familie kondoliert, die Abfertigung jedoch nicht bezahlt. Nach dem Ende der Verlassenschaftsverfahrens wandte sich die Familie daher an die Arbeiterkammer Niederösterreich.

Mehr als 8.000 Euro geholt

Die AK Niederösterreich-ExpertInnen errechneten in weiterer Folge die berechtigten Ansprüche und intervenierten bei dem Unternehmen. „Mit Erfolg, denn wenig später wurden die ausständigen 8.184 Euro an die Witwe überwiesen“, so Wieser. Angesichts der tragischen Umstände ist das natürlich nur ein kleiner Trost für die Familie. Der Fall zeigt aber erneut, wie wichtig es ist, seine Rechte und Ansprüche einzufordern und die Abrechnungen von den ExpertInnen der Arbeiterkammer Niederösterreich kontrollieren zu lassen.