Frau mit Mundschutz © Jenny Sturm , stock.adobe.com
Halten Sie Abstand! Das ist die wichtigste Maßnahme, damit Sie sich und andere vor einer Ansteckung schützen. © Jenny Sturm , stock.adobe.com

Schutz im Betrieb vor Ansteckung

Auch beim Schutz im Betrieb gilt: Halten Sie Abstand! Das ist die wichtigste Maßnahme, damit Sie sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen.

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Infomaterialien des Sozialministeriums zum richtigen Gebrauch des Nasen-Mund-Schutzes uvm.

Infos der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) zum Corona-Virus

Muss ich einen Nasen-und Mundschutz tragen?

Die COVID-19-Lockerungsverordnung trat am 01.05.2020 in Kraft. Sie wurde seither mehrmals geändert und neue Lockerungen treten laufend in Kraft.

Ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) muss aktuell an folgenden Orten getragen werden:

  • Betriebsstätten des Lebensmittelhandels (inklusive Tankstellen)
  • Massenbeförderungsmittel
  • Kundenbereich von Apotheken, Banken und Postfilialen
  • Fahrgemeinschaften mit nicht im selben Haushalt lebenden Personen
  • Ausbildungseinrichtungen (laut Verordnung)
  • Beim Betreten öffentlicher Orte in geschlossenen Räumen, z.B. Bahnhofshallen, U-Bahnstationen etc.
  • Im Gastgewerbe (gilt nur für das Personal)

Für Amtswege bei Behörden oder Amtshandlungen in Gerichten sind die dort jeweils spezifischen Regeln zu befolgen.

Besteht in Ihrem Betrieb auf Grund dieser Bestimmung eine Maskenpflicht, muss Ihnen der Arbeitgeber diese kostenlos zur Verfügung stellen.

Tipp: Weitere Infos des Sozialministeriums zum richtigen Gebrauch des Mund-Nasen-Schutzes, u. a. zum richtigen Gebrauch, finden Sie hier.

Welchen Schutz gibt es für mich, wenn ich in der Dienstleistung arbeite und viel Kontakt mit Menschen habe?

Alle, die an ihrem Arbeitsplatz in Kontakt mit vielen Menschen kommen, haben ein erhöhtes Risiko, sich mit dem Corona-Virus anzustecken. Das sind KassiererInnen, Beschäftigte in Apotheken, Wachdienste und viele mehr. Ihr Arbeitgeber muss Maßnahmen treffen, um das Risiko möglichst weit zu senken. Im Handel kann z. B. der Abstand zu Kundinnen und Kunden durch eine Trennscheibe an der Kasse erreicht werden.

Zu Schutzmaßnahmen in diesen Bereichen informiert die Arbeitsinspektion.

Bei bestimmten Tätigkeiten kann auch eine Schutzausrüstung notwendig sein, z. B. wenn Sie im Gesundheitsbereich arbeiten. Das können spezielle Atemschutzmasken, Schutzhandschuhe, Schutzbrillen etc. sein. Das muss der Arbeitgeber nach Beratung mit SpezialistInnen z. B. für Arbeitsmedizin festlegen. Sie müssen eingeschult werden, wie Sie die Schutzausrüstung richtig benützen. Bei falscher Benützung können Sie nämlich erst recht eine Ansteckung riskieren.

Was muss ich in Sachen Sauberkeit, Hygiene und Desinfektionsmittel beachten?

Ihr Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass die Räume regelmäßig gereinigt und gelüftet werden. Oberflächen, die oft angegriffen werden, wie z. B. Türklinken müssen regelmäßig gründlich gereinigt werden. Gegenstände wie Werkzeuge, die von mehreren Personen benützt werden, müssen vor dem Gebrauch durch andere gereinigt werden.

Sie müssen sich regelmäßig die Hände gründlich mit Seife waschen können. Seife reicht, ein Desinfektionsmittel ist bei gründlicher Reinigung nicht notwendig.

Können Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz nicht regelmäßig die Hände waschen, wie z. B. im Außendienst , muss Ihr Betrieb Ihnen ein Handdesinfektionsmittel zur Verfügung stellen. Achtung: Gegen das Corona-Virus schützen nicht alle Desinfektionsmittel. Verlassen kann man sich auf Produkte, auf denen steht, dass sie gegen „behüllte Viren“ oder „(begrenzt) viruzid“ wirksam sind. Bei häufigem Benutzen von Desinfektionsmittel sollte auf die passende Hautpflege geachtet werden.

Wie kann ich den Sicherheitsabstand von ein bis zwei Metern einhalten?

Damit Sie den empfohlenen Mindestabstand von ein bis zwei Metern zu anderen Menschen einhalten können, muss die Arbeit vielleicht anders organisiert werden, z. B. beim Eingang, in Garderoben, Duschen, bei Teambesprechungen etc., sodass weniger Personen gleichzeitig in einem Raum sind. Dafür muss Ihr Arbeitgeber sorgen.

Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, muss Ihre Firma andere Schutzmaßnahmen setzen um das Risiko für Sie möglichst klein zu halten.

Gibt es bei Ihnen im Betrieb einen Betriebsrat, muss dieser beim Festlegen der Maßnahmen eingebunden werden. 

Was gilt für Schutzmasken im Betrieb?

Ihr Arbeitgeber muss vor allem dafür sorgen, dass Sie den Abstand von einem bis zwei Meter zu anderen Menschen einhalten können.

Ob Ihr Arbeitgeber Ihnen Schutzmasken für den Eigenschutz zur Verfügung stellen muss, hängt davon ab, ob es im Betrieb oder bei Ihrer Tätigkeit eine erhöhte Ansteckungsgefahr gibt und entsprechende Rechtsvorschriften das Tragen von Schutzmasken vorschreiben Das ist z. B. bei Gesundheitsberufen der Fall. Für den Eigenschutz zuverlässig wirksam sind Spezialmasken (FFP2 und FFP3), die derzeit aber sehr schwer erhältlich sind. Sie sind für die Versorgung des Gesundheitspersonals am wichtigsten, das in engem Kontakt mit COVID-19-Infizierten arbeitet.

Das Tragen von einfachem Mund-Nasenschutz schützt Sie übrigens nicht zuverlässig vor einer Ansteckung. Es senkt vor allem das Risiko, dass Sie andere anstecken (Fremdschutz). Wichtig ist, alle anderen Schutzmaßnahmen wie Abstandhalten weiterhin genau einzuhalten.

Wenn das Tragen von Mund-Nasenschutz auf Grund anderer Rechtsvorschriften nicht ohnehin verpflichtend ist (z. B. Lebensmittelhandel, Massenbeförderungsmittel, etc.), muss über das Tragen von Schutzmasken im Betrieb grundsätzlich das Einvernehmen zwischen ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber gefunden werden. Der Arbeitgeber muss zugleich dafür Sorge tragen, dass das Personal zum korrekten Tragen des Mund- Nasenschutzes angeleitet wird.

Das Arbeitsinspektorat empfiehlt zudem das Tragen von Mund-Nasenschutz, wenn der Mindestabstand von einem Meter beim Arbeiten nicht durchgehend eingehalten werden kann: Dann müssen aber alle im Raum die Masken tragen, damit sie sich gegenseitig schützen. Damit wird das Ansteckungsrisiko reduziert.


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