Belastungsprobe Wohnkosten

Viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sind durch die Corona-Krise finanziell unter Druck geraten, sind in Kurzarbeit oder haben gar den Arbeitsplatz verloren. Die Kosten fürs Wohnen können schnell zur kaum bewältigbaren Belastung werden. Um nicht finanziell den Boden unter den Füßen zu verlieren, stehen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Ich bin MieterIn einer nicht geförderten Wohnung/Haus

Grundsätzlich ist die Miete weiterhin in vollem Umfang zu bezahlen und darf nicht einfach ausgesetzt werden, da die Wohnung weiter benützt werden kann. Eine Mietzinsminderung ist nur bei einem auftretenden Mangel der Wohnung (z. B. Feuchtigkeitseintritt) möglich. Sollten Sie durch diese außergewöhnliche Situation aber in Zahlungsschwierigkeiten kommen, besteht die Möglichkeit, die Mietzahlung oder Teile davon aufzuschieben. 

Möglichkeit der Mietaufschiebung

Sie können die für den Zeitraum von 1. April bis 30. Juni fälligen Mieten aufschieben. 

Musterbrief Mietaufschiebung (Covid-19) (0,1 MB)

Wegen Mietzinsrückständen, die sich deshalb ergeben, kann der Vermieter bis 31. Dezember 2020 auch keine Mietzinsklage einbringen oder die Miete durch die übergebene Kaution decken. Die Miete ist allerdings bis zum 31. Dezember 2020 nachzuzahlen, inklusive einer Verzinsung von bis zu 4 Prozent pro Jahr.

Was darf der Vermieter?

Ab dem 1. Jänner 2021 ist der Vermieter berechtigt, den offenen Mietzins der Monate April, Mai und Juni 2020 gerichtlich einzuklagen oder von der Kaution abzuziehen, sofern er nicht bis 31. 12. 2020 nachgezahlt wurde. Außerdem darf er die „Auffüllung“ der Kaution verlangen. Zusätzlich zu den offenen Mieten muss der Mieter aber auch die Gerichtskosten tragen. 

Das Mietverhältnis aufgrund des Mietzinsrückstandes kündigen oder die Vertragsaufhebung erklären darf der Vermieter erst ab dem 30. Juni 2022.

Tipp für Mietzinszahlungen 

Bei Zahlschein- oder elektronischen Überweisungen unbedingt die jeweilige Zinsperiode (den Monat) genau anführen, somit ist jede Überweisung mit einer Widmung für den bestimmten Monat gekennzeichnet.

Stehen Sie vor dem Problem, dass Ihr Mietvertrag bald endet, finden Sie HIER weitere Tipps. 

Weitere Informationen und Kontakt: mietrecht@aknoe.at, Hotline: 05 7171-23000


Ich bin MieterIn einer Wohnung/eines Reihenhauses einer Genossenschaft

Viele stehen derzeit vor dem Problem, durch Kurzarbeit oder Verlust des Arbeitsplatzes die monatliche Miete kaum stemmen zu können. Um besonders jene mit geringem Einkommen zu entlasten, hat das Land Niederösterreich den Zugang zu Wohnzuschuss bzw. Wohnbeihilfe erleichtert. Diese finanzielle Unterstützung muss nicht zurückbezahlt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit der Mietaufschiebung.

Wenn Sie bereits Wohnzuschuss/Wohnbeihilfe des Landes Niederösterreich beziehen

Bislang durfte erst ab 30 Prozent weniger Familieneinkommen mit dem aktuellen Einkommensnachweis (z. B. Monatslohnzettel) um Neuberechnung angesucht werden. Nun reicht bereits eine Verringerung um 10 Prozent. Übrigens: Auch für Selbstständige ist dies jetzt möglich.

Wenn Sie bislang noch nicht Wohnzuschuss/Wohnbeihilfe bezogen haben

Ist das Familieneinkommen durch Kurzarbeit oder Jobverlust plötzlich geringer, können auch Menschen, die bisher nicht Wohnzuschuss bzw. Wohnbeihilfe bezogen haben, einen Antrag auf diese Unterstützung stellen.

Bestimmte Personengruppen werden begünstigt, dazu zählen:

  • Jungfamilien,
  • Familien mit mindestens drei Kindern,
  • Personen mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit oder mit Anspruch auf Pflegegeld,
  • Familien mit Kindern, für die erhöhte Familienbeihilfe bezogen wird.

Grundsätzliche Voraussetzungen

  • Hauptwohnsitz in einem geförderten Objekt (Genossenschaftswohnung oder Reihenhaus einer Genossenschaft)
  • Geringes Familieneinkommen
  • ÖsterreicherIn oder Angehörige/r eines EWR-Mitgliedsstaats

Ist Ihr Familieneinkommen durch Kurzarbeit/Jobverlust plötzlich gering, stellen Sie einen Antrag auf Wohnzuschuss/Wohnbeihilfe. Anhand Ihres Antrags und der eingereichten Unterlagen prüft das Land Niederösterreich, ob Sie Anspruch auf diese finanzielle Unterstützung haben. 

Tipp

Wenn Sie in einer Genossenschaftswohnung leben, können Sie auch mit Ihrer Hausverwaltung in Kontakt treten. Diese wickelt den Antrag auf Wohnzuschuss/Wohnbeihilfe für Sie ab. 

Alle Informationen, Kontakt und Antrag unter: noe-wohnbau.at/wohnzuschuss

Was tun bei Zahlungsschwierigkeiten?

Grundsätzlich ist die Miete weiterhin in vollem Umfang zu bezahlen und darf nicht einfach ausgesetzt werden, da die Wohnung weiter benützt werden kann. Eine Mietzinsminderung ist nur bei einem auftretenden Mangel der Wohnung (z. B. Feuchtigkeitseintritt) möglich. Sollten Sie durch diese außergewöhnliche Situation aber in Zahlungsschwierigkeiten kommen, besteht die Möglichkeit, die Mietzahlung oder Teile davon aufzuschieben. 

Möglichkeit der Mietaufschiebung

Sie können die für den Zeitraum von 1. April bis 30. Juni fälligen Mieten aufschieben.

Musterbrief Mietaufschiebung (Covid-19) (0,1 MB)

Wegen Mietzinsrückständen, die sich deshalb ergeben, kann der Vermieter bis 31. Dezember 2020 auch keine Mietzinsklage einbringen oder die Miete durch die übergebene Kaution decken. Die Miete ist allerdings bis zum 31. Dezember 2020 nachzuzahlen, inklusive einer Verzinsung von bis zu 4 Prozent pro Jahr.

Was darf der Vermieter?

Ab dem 1. Jänner 2021 ist der Vermieter berechtigt, den offenen Mietzins der Monate April, Mai und Juni 2020 gerichtlich einzuklagen oder von der Kaution abzuziehen, sofern er nicht bis 31. 12. 2020 nachgezahlt wurde. Außerdem darf er die „Auffüllung“ der Kaution verlangen. Zusätzlich zu den offenen Mieten muss der Mieter aber auch die Gerichtskosten tragen. 

Das Mietverhältnis aufgrund des Mietzinsrückstandes kündigen oder die Vertragsaufhebung erklären darf der Vermieter erst ab dem 30. Juni 2022.

Tipp für Mietzinszahlungen

Bei Zahlschein- oder elektronischen Überweisungen unbedingt die jeweilige Zinsperiode (den Monat) genau anführen, somit ist jede Überweisung mit einer Widmung für den bestimmten Monat gekennzeichnet.

Stehen Sie vor dem Problem, dass Ihr Mietvertrag bald endet, finden Sie HIER weitere Tipps. 

Weitere Informationen und Kontakt: mietrecht@aknoe.at, Hotline: 05 7171-23000


Ich habe ein Haus gebaut mit Mitteln der NÖ Wohnbauförderung

Viele EigenheimbesitzerInnen stehen derzeit vor großen finanziellen Belastungen. Durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit ist das Einkommen geringer, die Kreditraten oder Rückzahlungen des Wohnbaudarlehens aber laufen weiter.

Stundung bei Rückzahlung der Wohnbauförderung

Für all jene, die ein Wohnbauförderungsdarlehen des Landes Niederösterreich abzahlen und die derzeit besonders unter finanziellem Druck stehen, gibt es die Möglichkeit der Stundung. Damit kann die Rückzahlung für ein halbes Jahr pausiert werden. 

Alle Informationen dazu finden Sie unter noe-wohnbau.at/foerderungsuebernahme

Möglichkeit auf Wohnzuschuss/Wohnbeihilfe durch das Land NÖ

Haben Sie für die Errichtung oder Sanierung Ihres Eigenheims eine Förderung des Landes Niederösterreich erhalten, die noch zurückbezahlt wird, können Sie möglicherweise auch Wohnzuschuss/Wohnbeihilfe in Anspruch nehmen. 

Wenn Sie bereits Wohnzuschuss/Wohnbeihilfe des Landes Niederösterreich beziehen

Bislang durfte erst ab 30 Prozent weniger Familieneinkommen mit dem aktuellen Einkommensnachweis (z. B. Monatslohnzettel) um Neuberechnung angesucht werden. Nun reicht bereits eine Verringerung um 10 Prozent. Übrigens: Auch für Selbstständige ist dies jetzt möglich.

Wenn Sie bislang noch nicht Wohnzuschuss/Wohnbeihilfe bezogen haben

Ist das Familieneinkommen durch Kurzarbeit oder Jobverlust plötzlich geringer, können auch Menschen, die bisher nicht Wohnzuschuss bzw. Wohnbeihilfe bezogen haben, einen Antrag auf diese Unterstützung stellen. 

Bestimmte Personengruppen werden begünstigt, dazu zählen: 

  • Jungfamilien,
  • Familien mit mindestens drei Kindern,
  • Personen mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit oder mit Anspruch auf Pflegegeld,
  • Familien mit Kindern, für die erhöhte Familienbeihilfe bezogen wird.

Grundsätzliche Voraussetzungen

  • Hauptwohnsitz in einem mit Wohnbaufördermitteln des Landes Niederösterreich finanzierten oder sanierten Eigenheim)
  • Geringes Familieneinkommen
  • ÖsterreicherIn oder Angehörige/r eines EWR-Mitgliedsstaats

Alle Informationen, Kontakt und Antrag unter noe-wohnbau.at/wohnzuschuss

Tipp

Welche Handlungsmöglichkeiten rund um Ihren Kredit es gibt, lesen Sie HIER

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