Wassertester verbreiten Panik

VertreterInnen erklären gutes Trinkwasser für ungenießbar

Sie verteilen Gutscheine auf Messen oder klopfen an die Haustüre und bieten kostenlose bzw. billige Wassertests an. Die selbsternannten Wassertester haben aber nur ein Ziel: Wasseraufbereitungsanlagen für den Haushalt zu völlig überteuerten Preisen anzubieten.

Die Wassertester kommen ins Haus, zeigen mit physikalischen und chemischen Tricks vermeintliche Verunreinigungen des Trinkwassers auf und bieten zugleich teure Geräte zur Wasseraufbereitung an. Solche Geräte funktionieren zwar, sind aber für den privaten Gebrauch sinnlos. Es handelt sich lediglich um den Versuch, so viele Geräte wie möglich zu verkaufen. Dafür ist den Wassertestern jedes Mittel recht, und sie schrecken nicht davor zurück, Panik zu verbreiten, indem sie anstandslos sauberes Trinkwasser kurzerhand für giftig erklären. Jene Firmen, die die Aufbereitungsanlagen erzeugen, distanzieren sich von dieser Vorgehensweise nachdrücklich. AKNÖ-Recherchen ergaben: Laut Erzeugerfirmen kostet ein seriöser Wassertest mindestens 200 Euro. Leicht auszurechnen, was dahinter steckt, wenn man dafür einen Gutschein im Wert von 80 Euro einlösen kann, was eine der gängigen Methoden ist: Nämlich ein mehr als dubioses Haustürgeschäft.

Wasser unterlieg strengsten Kontrollen

Trinkwasser unterliegt in Österreich als Lebensmittel ohnehin strengsten Auflagen, wird regelmäßig geprüft und das Ergebnis muss den Abnehmern zum Teil sogar mitgeteilt werden. Informationen über die jeweilige Qualität können auch jederzeit bei den Gemeinden oder bei den zuständigen Wasserversorgern eingeholt werden. Private Wassertests machen ausschließlich bei Hausbrunnen Sinn. Dafür kann man sich unter anderem an die NÖ Umweltschutzanstalt wenden.

  • Drucken Weiterleiten | Mehr

Anfrage zum Artikel

*
*
*
*
*
*
*
*
*

8 + 3 =
*

Anfrage zum Artikel



Danke - Ihre Anfrage wurde weitergeleitet.