AKNÖ zeigt: Verkaufspraxis bei endfälligen Krediten muss gestoppt werden
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Herkömmlicher Kredit um 11.000 Euro günstiger
Endfällige Kredite werden von ihren Vermittlern als günstig gepriesen, denn man zahlt nur die Zinsen für seine Schulden und nicht das Kapital, das erledigt ein eigens abgeschlossener Tilgungsträger. Dadurch wird die monatliche Belastung geringer als beim herkömmlichen Kredit dargestellt. „In Summe ist die Zinsbelastung aber weit höher. Das wird den Konsumenten verschwiegen“, kritisiert AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala.
Ein 25-jähriger Bautechniker aus dem Bezirk Mödling muss für seine neue Wohnung 90.000 Euro aufnehmen. Ein Berater der OVB Allfinanzvermittlungs GmbH legte ihm ein Angebot vor, das AKNÖ-Konsumentenberater Mag. (FH) Manfred Neubauer „nicht gutheißen kann“. 50 Prozent der Summe sollen auf Anraten des OVB „endfällig veranlagt“ werden. „Das bedeutet, dass bis zum Schluss nur Zinsen für die gesamte Kreditsumme bezahlt werden müssen. Ob die eigens abgeschlossene fondsgebundene Lebensversicherung am Schluss das Kapital erwirtschaftet haben wird, ist mehr als fraglich“, sagt Neubauer.
Finanzdienstleister - aus der Krise nichts gelernt
AKNÖ-Konsumentenberater Neubauer rät dem Bautechniker zu einer herkömmlichen Finanzierung, einem Annuitätenkredit. Dabei würde er insgesamt um mehr als 11.000 Euro weniger Zinsen bezahlen. „Außerdem wird hier die aushaftende Summe immer geringer, da gibt es weniger böse Überraschungen, wenn die Kreditzinsen wieder steigen. Beim endfälligen Kredit bewirkt ein Anstieg von nur ein 1/4 Prozent, dass er um 12.000 Euro teurer wird als ein herkömmlicher Kredit! Das weiß man auch in der Finanzdienstleistungsbranche, aber scheinbar hat diese aus der Krise nichts gelernt und es wird wieder drauf los beraten, ohne Rücksicht auf die Konsumenten“, sagt Neubauer. „Mit endfälligen Finanzierungen muss endlich Schluss sein“, unterstützt AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala ein Verbot dieser Finanzierungsform für Verbraucherkredite.
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