Geldüberweisungen im Internet

Kreditkarte, Payment by Advance, PayPal – immer mehr Menschen wickeln ihre Geldüberweisungen per Internet oder E-Mail ab. Für Laien ist es aber nicht immer leicht, sich durch den vor Fremdwörtern und Abkürzungen nur so strotzenden Begriffe-Dschungel zu kämpfen. Das Wichtigste für die Anwender bleibt die Frage nach der Sicherheit: Kommt das Geld auch tatsächlich beim Adressaten an und bleiben die weitergegebenen Daten für Dritte wirklich immer uneinsehbar? „Generell ist eine derartige Überweisung nur dann zu empfehlen, wenn Sie den Empfänger auch kennen“, so AKNÖ-Konsumentenberater Martin Hofecker.

Bezahlen mit der Kreditkarte

Geldüberweisungen mittels Kreditkarten bergen die klassischen Gefahren einer Geschäftsabwicklung im Internet in sich: Vor allem gibt es nie eine hundertprozentige Leitungs-Sicherheit. Das heißt, es besteht die Möglichkeit, dass Dritte den Code knacken können und sich so Zugang zum Konto verschaffen können.

Das Bezahlen von Waren im Rahmen von Internet-Bestellungen ist nur dann ratsam, wenn die Empfänger-Adresse bekannt ist. Haben Sie erst einmal bezahlt, gibt es nämlich keinerlei Garantie, die Ware auch tatsächlich zu bekommen.

Die Konsumentenschützer empfehlen daher, Waren per Nachnahme zu bestellen. Das ist in der Regel etwas teurer, gewährt aber letztendlich mehr Sicherheit.

Payment by Advance (Vorkassa)

Reine Vertrauenssache ist auch die Möglichkeit der Vorkasse. Diese Überweisungsform vom eigenen auf ein fremdes Konto (Internet-Banking) ist vor allem bei Internet-Versteigerungen üblich. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn es sich um extreme Schnäppchen handelt. Zu billig heißt nämlich sehr oft auch schlechte Qualität und in der Regel sind die Anbieter nicht persönlich bekannt.

Bei der Vorkassa gibt es allerdings auch die Möglichkeit eines Treuhandservices - der Betrag wird dabei zwar überwiesen, der Adressat hat allerdings erst dann Zugriff darauf, wenn die Ware beim Konsumenten bereits angekommen ist.

Zahlen mit PayPal

Zahlen per PayPal ist eine immer beliebter werdende Überweisungs-Methode. Die Registrierung erfolgt dabei über die E-Mail-Adresse in Kombination mit der Kreditkarte. Die Nachteile: Die Leitungssicherheit, weil das Passwort gehackt werden kann sowie die Unsicherheit, ob ich die Ware letztendlich wirklich bekomme.

Die Alternative: Western Union

Speziell bei Überweisungen größerer Beträge ins Ausland gibt es die Möglichkeit, das Western Union-Service in Anspruch zu nehmen - sofern der Empfänger bekannt ist. Zwar besteht auch hier das Restrisiko, dass etwaig bestellte Ware nicht geschickt wird. Dafür läuft man bei der Überweisung selbst nicht Gefahr, dass unerwünschte Personen Ihre Daten einsehen können.

Das Geld wird bei Western Union bar am Schalter übergeben. Wenige Minuten später hat der Empfänger im Ausland bereits Zugriff darauf.

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