Lebensmittel - schwer verdaulich?

Konsumenten erwarten gesunde Lebensmittel

Wie Umfragen immer wieder zeigen, fühlen sich Verbraucher durch Schlagzeilen über Schadstoffe in der Nahrung zunehmend verunsichert. Doch Tatsache ist: Die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert unsere Lebensmittel genauestens.

Ob Dioxin im Geflügel, Hormone im Fleisch, Salmonellenvergiftungen in Großküchen oder Gammelfleisch-Skandale - die Sicherheit unserer Lebensmittel scheint bedroht. Auch lauern immer wieder neue Gefahren– so hat das bisher eher unbekannte Bakterium Campylobacter die Salmonellose bei der Zahl angezeigter Fälle bakterieller Lebensmittelvergiftungen in Österreich überholt.

Doch der von Konsumenten oft unterschätzte Risikofaktor Nummer 1 in Bezug auf unsere Lebensmittel ist falsche Ernährung. Weitere Gesundheitsgefahren gehen von krankheitserregenden Mikroorganismen durch mangelnde Hygiene, sowie von natürlichen Giftstoffen und Lebensmittelzusatzstoffen aus.

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Gütezeichen sollen Konsumenten Orientierung erleichtern

Mangels Beratung und Information durch entsprechendes Fachpersonal müssen Konsumenten ihre Kaufentscheidungen eigenverantwortlich treffen. Dabei sind sie ausschließlich auf die Produktinformationen angewiesen. In Österreich werden unzählige Kennzeichnungselemente zur Qualitätserkennung von Lebensmitteln verwendet. Um den Konsumenten die Orientierung zu erleichtern, wäre eine Konzentration auf einige wenige prägnante und aussagekräftige Gütesiegel jedoch sinnvoller.

Eines der bekanntesten österreichischen Gütesiegel ist das AMA-Gütesiegel. Es handelt sich dabei um ein Herkunfts- und Qualitätszeichen, das nur Produkte erhalten, die aus heimischen Rohstoffen hergestellt sind und eine ganze Reihe von Qualitätskriterien erfüllen.

Biologische Lebensmittel

Mit dem steigenden ökologischen Bewusstsein der Konsumenten gewinnen auch Gütezeichen für biologische Lebensmittel immer mehr an Bedeutung. Österreich hatte schon 1998 europa- und weltweit die meisten Biobauern. Bei der biologischen Landwirtschaft stehen die Qualität der Lebensmittel, nachhaltiges Wirtschaften und die Schonung der Umwelt im Vordergrund. Biologische Produkte werden in Österreich mit folgenden Sachbezeichnungen gekennzeichnet: aus biologischem Anbau, aus biologischer Landwirtschaft, aus biologischem Landbau. Statt „biologisch“ können auch folgende Bezeichnungen verwendet werden: organisch-biologisch, biologisch-dynamisch, ökologisch. Kontrollzeichen sollen helfen, biologische Lebensmittel „auf einen Blick“ zu erkennen.

Unabhängige Kontrollen durch anerkannte Prüfstellen

Die Vergabe von Gütesiegeln wird von anerkannten und unabhängigen Prüfstellen kontrolliert. Dabei müssen die Kontrollen jederzeit und ohne Voranmeldung möglich sein. Durchgeführt werden sie vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) und von unabhängigen Kontrollstellen und Prüfinstituten. Kontrolliert werden die Kriterien, die in den Gütesiegel-Richtlinien festgehalten sind.

Derzeit gibt es beispielsweise für folgende Produktbereiche AMA-Gütesiegelrichtlinien: Frischfleisch, Milch und Milchprodukte, Obst, Gemüse, Speisekartoffeln, Frischeier und Geflügel, raffinierte Speiseöle, Getreide, Mehl, Kernöl, Honig, Fleischwaren, Brot und Backwaren sowie für Fleischerzeugnisse.

Kontrollen der Gütesiegelrichtlinien und von amtlichen Lebensmittelkontrollen sollen den Konsumenten vor Gesundheitsschädigung und Täuschung schützen.

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Falsche Ernährung Risikofaktor Nr. 1

Unausgewogene und kalorienreiche Ernährung kann mit der Zeit zu ernsthaften Krankheiten führen. Studienergebnisse zeigen, dass mehr als die Hälfte aller Erkrankungen ernährungsabhängig ist.

Abwechslungsreiche und genussvolle Ernährung

  • Essen Sie abwechslungsreich! Essen Sie von möglichst vielen, unterschiedlichen Lebensmitteln und davon kleine Portionen.

  • Lieber öfters kleine Mahlzeiten! Statt der üblichen 3 Hauptmahlzeiten halten Sie 5 kleinere Mahlzeiten den ganzen Tag über fit und leistungsfähig.

  • Achten Sie aufs Fett! Verringern Sie die Menge an Streichfett und geben Sie fettarmen Zubereitungsarten wie Garen in Folie, Dämpfen, Braten und Dünsten den Vorzug. Ein Großteil unserer täglichen Fettmenge wird in Form von versteckten Fetten (wie beispielsweise in Fleisch, Wurst, Käse, Schlagobers und Süßigkeiten) aufgenommen.

  • Bevorzugen Sie pflanzliche Lebensmittel! Es wird empfohlen, täglich 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse und Salat zu genießen.

  • Weniger tierisches Eiweiß! Essen Sie höchstens 2 bis 3 Mal pro Woche 1 Portion Fleisch und Wurst. 1 bis 2 Portionen Fisch in der Woche tun Ihnen gut.

  • Ausreichend trinken! Nehmen Sie pro Tag mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich. Wasser, Mineralwasser und Tees eignen sich als kalorienfreie Getränke besonders gut. Verdünnte Obst- und Gemüsesäfte liefern eine willkommene Abwechslung.

  • Weniger Süßes! Genießen Sie Süßigkeiten ohne schlechtes Gewissen, jedoch nur selten und in kleinen Mengen.
zum Seitenanfang Der Lebensmitteleinkauf

  • Achten Sie beim Lebensmitteleinkauf auf die Sachbezeichnungen in der Produktinformation. Nur daraus geht wirklich hervor, was Sie wirklich vor sich haben! Phantasiebezeichnungen sagen nur selten etwas über die Beschaffenheit des Produkts aus.

  • Die Zutatenliste verrät, was alles im Lebensmittel drinnen ist. Die Zutaten sind nach der Menge gereiht. An erster Stelle steht der Inhaltsstoff, von dem am meisten enthalten ist.

  • Die E-Nummern verraten Ihnen, welche Zusatzstoffe das Lebensmittel enthält.

  • Achten Sie auf Hygiene und Lagerbedingungen im Geschäft! Halten Sie sich auch selbst an die angeführten Lagerhinweise.

  • Obst und Gemüse vor dem Essen gründlich waschen, putzen und eventuell auch schälen.

  • Lassen Sie sich nichts gefallen! Ist ein Produkt nicht in Ordnung, reklamieren Sie zuerst im Geschäft. Finden Sie dort kein Gehör, reklamieren Sie beim nächstgelegenen Marktamt oder bei der Lebensmittelpolizei.

    In NÖ sind dafür zuständig:

    Marktamt St. Pölten (Magistrat St. Pölten) 3100 St. Pölten, Roßmarkt 6 Tel.: 02742/333-3300 E-Mail: marktamt@st-poelten.gv.at

    Marktamt Wr. Neustadt (Magistrat Wr. Neustadt) 2700 Wr. Neustadt, Hauptplatz 1 Tel.: 02622/373-510 E-Mail: marktamt@wiener-neustadt.at

    Außenstelle Baden (Mödling, Baden, Wr. Neustadt, Neunkirchen) Tel.: 02252/9025-11662 oder DW 11660 E-Mail: post.gs3-lmi1@noel.gv.at

    Außenstelle St. Pölten (St. Pölten, Lilienfeld, Krems, Magistrat Krems, Tulln) Tel.: 02742/9005-15597 oder DW 15519 E-Mail: post.gs3-lmi2@noel.gv.at

    Außenstelle Horn (Horn, Hollabrunn) Tel.: 02982/9025 11244 E-Mail post.gs3-lmi3@noel.gv.at

    Außenstelle Korneuburg (Gänserndorf, Korneuburg, Mistelbach, Bruck/Leitha, Wien Umgebung) Tel.: Tel.: 02262/9025-11710 oder DW 11700 E-Mail: post.gs3-lmi4@noel.gv.at

    Außenstelle Melk (Melk, Amstetten, Scheibbs und Magistrat Waidhofen/Ybbs) Tel.: Tel.: 02752/9025-11573 oder DW 11570 E-Mail: post.gs3-lmi5@noel.gv.at

    Außenstelle Gmünd (Zwettl, Gmünd, Waidhofen/Thaya) Tel.: 02852/9025-11345 oder DW 11347 E-Mail: post.gs3-lmi6@noel.gv.at

    Sie können Ihre Beschwerde auch direkt an den Produzenten richten.
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