Frauen sind am Arbeitsmarkt noch immer benachteiligt!
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Die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren nur wenig verbessert. Der Konjunkturaufschwung hat nicht zu einem Rückgang der Zahl arbeitssuchender Frauen geführt hat. Es zeigt sich, dass Maßnahmen zur Qualifizierung notwendig sind.
Teilzeit-, Niedriglohnjobs und fehlende Karrierechancen
Frauen müssen aber auch gleiche Chancen am Arbeitsmarkt vorfinden. Teilzeit-, Niedriglohnjobs und fehlende Karrierechancen sind leider nach wie vor typisch für die Beschäftigungsrealität vieler Frauen. So bleibt leider auch am 100. Frauentag die Lohnschere zwischen Männern und Frauen ein Dauerbrenner: Immer noch sind die Stundenlöhne von Frauen um ein Viertel geringer als bei Männern.
Dies zu ändern ist eine Frage der Gerechtigkeit. Die Einkommensberichte sind ein erster Schritt, damit sich die Betriebe mit den Einkommensunterschieden auseinandersetzen. Die Betriebe sind gefragt, Maßnahmen zu setzen, um die Lohnschere zu schließen. Es besteht auch noch immer dringender Handlungsbedarf, damit das Bekenntnis zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht zur Leerformel wird. Der Bund muss daher den Ausbau der Kinderbetreuung unbedingt weiter fördern – je schneller desto besser.
Unerträglich ist die Situation in der Kinderbetreuung
Nach wie vor unerträglich ist die Situation in der Kinderbetreuung. Noch immer fehlen 35.000 Plätze bei den Unter-3-Jährigen. Außerdem hat Österreich großen Nachholbedarf bei den Öffnungszeiten: Nur 15 Prozent der Betreuungseinrichtungen entsprechen dem Vereinbarkeitsindikator von Familie und Beruf. Das bedeutet, dass Frauen entweder gar keine Jobs annehmen können oder oftmals unfreiwillig Teilzeit-Jobs machen, die aber nicht existenzsichernd sind.
Es braucht daher dringend einen Strategieplan zum Abbau des Defizits in der Kinderbetreuung. Zahlreiche Untersuchungen belegen die vielen Vorteile einer gut ausgebauten Kinderbetreuungsstruktur, die von der Förderung von Kindern, dem Erhalt von Qualifikationen für die Wirtschaft und nicht zuletzt in der Umsetzung von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern liegen.
Daher fordert die AK:
1. Verstärkte Maßnahmen zur Qualifizierung arbeitsloser Frauen
2. Fortsetzung der Anstoßfinanzierung zum Ausbau der Kinderbetreuung durch den Bund
3. Strategieplan zur Schließung der Lücke bei Kinderbetreuungseinrichtungen der Unter-3-Jährigen sowie zur Ausweitung der Öffnungszeiten bei bestehenden Einrichtungen
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