Fördern, nicht strafen
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13.500 Jugendliche in Niederösterreich ohne Ausbildung
Kritik zu den Plänen, jugendliche Schulschwänzer mit einem Betrag von 1.500 Euro zu bestrafen, kommt von der Arbeiterkammer Niederösterreich. „Wir setzen auf gezielte Förderprogramme für die Jugendlichen“, stellt AKNÖ-Direktor Helmut Guth klar und fordert zusätzlich auch die Stärkung des Verantwortungsbewusstseins der Eltern.
In Niederösterreich sind derzeit 13.500 Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren weder in einer Ausbildung, einer Beschäftigung oder in einer Maßnahme des AMS. Damit liegt das Bundesland österreichweit an drittschlechtester Stelle. Die AKNÖ kennt das Problem, hält aber nichts von existenzbedrohenden Strafen. "Sie sind wirkungslos oder führen Betroffene, die meist aus sozial schwachen oder problematischen Verhältnissen kommen noch tiefer in das Problem“, so AKNÖ-Direktor Helmut Guth. Stattdessen sei jetzt die Politik gefordert, sich überzeugende Formen zu überlegen, wie Eltern stärker auf ihre Verantwortung hingewiesen werden können. Guth: „Gerade den Eltern muss klar sein, dass sie die wichtigste Rolle für den Bildungs- und Lebensweg ihrer Kinder spielen.“
Die AKNÖ ist in dieser Hinsicht schon lange aktiv, sei es durch Eltern-Infoabende - auch und speziell für MigrantInnen - über Bildungsmöglichkeiten für ihre Kinder oder mit einem mehrsprachigen DVD-Informations-Projekt über das österreichische Bildungssystem.
Jugendcoaching rasch umsetzen
Der AKNÖ-Direktor erinnert in diesem Zusammenhang auch an den Beschluss der Arbeiterkammer-Vollversammlung im November des Vorjahres, bei der die rasche Umsetzung des Projekts „Jugendcoaching“ eingefordert wurde. Denn der richtige Ansatz zur Lösung des Problems kann nur in der Präventivarbeit liegen, mit dem Ziel, Jugendliche zu motivieren, eine weiterführende Ausbildung zu beginnen oder eine Arbeit aufzunehmen. „Wir hoffen, dass das Jugendcoaching auch in Niederösterreich ab Herbst 2012 endlich umgesetzt wird. Dafür steht die Arbeiterkammer jederzeit mit ihrer Expertise zu Verfügung“, so AKNÖ-Direktor Helmut Guth.
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