Jahresbilanz im Bezirk St. Pölten
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Andreas Windl: Mit Vollzeitstelle gelockt, um dann zu kündigen
„Endlich die ersehnte Vollzeitstelle“, freute sich eine 40-jährige Teilzeit Beschäftigte aus dem Bezirk und unterschrieb einen umfangreichen Arbeitsvertrag bei ihrem Dienstgeber. „Doch dann kam das böse Erwachen“, schilderte AK-Bezirksstellenleiter Andreas Windl, wie der Fall eine unerfreuliche Wende nahm. Im neuen Arbeitsvertrag war nämlich eine „giftige Klausel“ verpackt: Die Vollzeitstelle sollte mit einer Probezeit beginnen. Und prompt wurde das Dienstverhältnis in dieser Probezeit gelöst. Andreas Windl: „Hier hätte sich eine Probezeit an ein bestehendes Dienstverhältnis angeschlossen. Eine völlig unhaltbare Klausel, nur um sich eine Kündigungsfrist zu ersparen. Offenbar war nie beabsichtigt, diese Mitarbeiterin in Vollzeit zu beschäftigten.“ Die AK-ExpertInnen fordern natürlich die Bezahlung der Kündigungsfrist. Windl: „In vielen Arbeitsverträgen verbergen sich Giftzähne. Man kann sich die Enttäuschung dieser Arbeitnehmerin gut vorstellen, die statt der erhofften Vollzeitstelle jetzt gar keine Arbeit mehr hat.
Jahresbilanz Jänner bis Dezember 2010 Bezirk St. Pölten
Beratungstätigkeit in der Bezirksstelle
Persönliche Beratungen 4.115
Interventionen beim Arbeitgeber 404 Fälle
Kostenlose Vertretung vor Gericht 189 Fälle
Außergerichtlich eingebracht 115.752 Euro
Gerichtlich eingebracht 786.600 Euro
Gesamt 902.352 Euro
„Für die ArbeitnehmerInnen des Bezirks konnten insgesamt 902.352 Euro an Entgeltnachzahlungen erreicht werden“, verwies AKNÖ-Präsident Hermann Haneder auf den kostenlosen Rechtsschutz für alle ArbeitnehmerInnen, „ohne AK-Unterstützung wäre dieses Geld verloren gewesen“.
Weiters wurden für 458 ArbeitnehmerInnen aus 55 insolventen Betrieben 4,3 Millionen Euro gesichert.
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Kontakt & Beratung
AKNÖ Zentrale
Windmühlgasse 28
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Tel: 05 7171
Arbeitsrecht: 05 7171 - 1717
Konsument: 05 7171 - 1616
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