Jahresbilanz 2010 im Bezirk Schwechat
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Erfinderisch: Angestellte sollte „Kündigungsgebühr“ bezahlen
„Viele Klauseln in Arbeitsverträgen sind klar rechts- und sittenwidrig. Bitte, passen Sie auf, was Sie unterschreiben“, richtete AK-Bezirksstellenleiter Norbert Kerschbaum einen eindringlichen Appell an die ArbeitnehmerInnen des Bezirks, ihre Arbeitsverträge von den AK-ExpertInnen überprüfen zu lassen. Kerschbaum: „Besonders erfinderisch war ein Hotelier, der von seinen Angestellten einen Monatslohn forderte, wenn sie innerhalb eines Jahres den Betrieb verlassen wollten.“ Eine 27-jährige Angestellte aus diesem Hotel war so gescheit und drehte den Spieß um: Sie ließ ihre Abrechnung in der AK überprüfen und siehe da, es fehlten 5.500 Euro brutto wegen fristwidriger Kündigung und zu niedriger Einstufung. Kerschbaum: „Eine Überstundenpauschale erweckte den Eindruck eines guten Verdienstes. Unsere Nachprüfung deckte dann den beträchtlichen Fehlbetrag auf.“ Besonders gefährlich sind Konkurrenzklauseln, die einen Arbeitsplatzwechsel erschweren oder fast unmöglich machen.
Jahresbilanz Jänner bis Dezember 2010 Bezirk Schwechat
Beratungstätigkeit in der Bezirksstelle
Persönliche Beratungen 1.837
Interventionen beim Arbeitgeber 269 Fälle
Außergerichtlich eingebracht 132.543 Euro
Gerichtlich eingebracht 485.706 Euro
Gesamt 618.249 Euro
Weiters wurden 179 ArbeitnehmerInnen aus 23 insolventen Betrieben vertreten. Dabei wurden Ansprüche in der Höhe von 1,1 Millionen Euro gesichert.
„Für die ArbeitnehmerInnen des Bezirks konnten insgesamt 618.249 Euro an Entgeltnachzahlungen erreicht werden“, verwies AKNÖ-Präsident Hermann Haneder auf den kostenlosen Rechtsschutz für alle ArbeitnehmerInnen, „ohne AK-Unterstützung wäre dieses Geld verloren gewesen“.
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Kontakt & Beratung
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Tel: 05 7171
Arbeitsrecht: 05 7171 - 1717
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