Jahresbilanz im Bezirk Lilienfeld

Eberl: Verstoß gegen Konkurrenzklausel kann teuer werden

Der Arbeitsvertrag wird oft nicht ernst genommen und ohne ausreichende Information unterschrieben. Hatten in der Vergangenheit meist nur Angestellte in Führungspositionen seitenlange Dienstverträge, so wird dies immer mehr auch bei Dienstverhältnissen in untergeordneten Positionen praktiziert. „Eine Konkurrenzklausel, die einen Arbeitsplatzwechsel in der gleichen Branche monatelang verbieten kann oder Rückzahlung für Ausbildungskosten unterliegen aber genauen gesetzlichen Vorschriften“, sagte AK-Bezirksstellenleiter Burkhard Eberl anlässlich der Jahresbilanz-Pressekonferenz.
In einem Fall hatte eine Firma einer früheren Angestellten eine Konventionalstrafe wegen der Missachtung einer Konkurrenzklausel in Höhe von 15.150 Euro aufgebrummt, weil sie in der gleichen Branche einen neuen Job gefunden hatte.
Burkhard Eberl: „Mit Hilfe der Arbeiterkammer konnte diese Strafzahlung dann bei Gericht auf ein Drittel herabgesetzt werden.“
„Arbeitsverträge können voller Fallstricke sein und werden oft zu schnell unterschrieben. Man sollte sich zumindest die Folgen unklarer Vertragsklauseln von den AK-ExpertInnen erklären lassen“, so Bezirksstellenleiter Burkhard Eberl.

Jahresbilanz Jänner bis Dezember 2010 Bezirk Lilienfeld

Beratungstätigkeit in der Bezirksstelle
Persönliche Beratungen 1.112
Interventionen beim Arbeitgeber 110 Fälle
Kostenlose Vertretung vor Gericht 32 Fälle
Außergerichtlich eingebracht 149.290 Euro
Gerichtlich eingebracht 123.425 Euro
Gesamt 272.715 Euro

„Für die ArbeitnehmerInnen des Bezirks konnten insgesamt 272.715 Euro an Entgeltnachzahlungen erreicht werden“, verwies AKNÖ-Präsident Hermann Haneder auf den kostenlosen Rechtsschutz für alle ArbeitnehmerInnen, „ohne AK-Unterstützung wäre dieses Geld verloren gewesen“.
Weiters wurden für 110 ArbeitnehmerInnen aus 8 insolventen Betrieben 372.300 Euro gesichert.

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