Jahresbilanz 2010 im Bezirk Horn

Fischer: Anstellung geplatzt – es blieben nur Ausbildungskosten

“Raus aus der Arbeitslosigkeit – rein in eine fixe Anstellung. Dafür nehmen ArbeitnehmerInnen im Waldviertel sogar noch hohe Kosten für Zusatzausbildungen in Kauf“, berichtete AK-Bezirksstellenleiter Robert Fischer anlässlich seiner Jahresbilanz-Pressekonferenz. Eine Arbeitslose aus dem Bezirk wurde im wahrsten Sinne an der Nase herumgeführt. Fischer: „Zuerst wurde eine Teilzeitbeschäftigung in Aussicht gestellt, dann eine Zusatzausbildung zur Immobilien-Maklerin vereinbart und schließlich nur noch eine Beschäftigung auf Provisionsbasis zugesagt.“ Das war der Arbeit Suchenden dann doch zu unsicher. Die Folge war, dass der Dienstgeber die Kurskosten auch noch zurückverlangte. „Sobald das in Kursen erworbene Wissen auch woanders verwendet werden kann, dürfen Ausbildungskosten tatsächlich zurückverlangt werden“, warnte Robert Fischer davor, teure Ausbildungen in unsicheren Arbeitsverhältnissen anzutreten. In diesem Fall konnte mit Einsatz der AK-ExpertInnen der zurückzuzahlende Betrag noch auf 600 Euro gemindert werden. Fischer: „Wo zuerst bezahlt werden muss, bevor das Einkommen fest steht, ist äußerste Vorsicht geboten.“

Jahresbilanz Jänner bis Dezember 2010 Bezirk Horn

Beratungstätigkeit in der Bezirksstelle
Persönliche Beratungen 1.125

Interventionen beim Arbeitgeber 69 Fälle
Kostenloser Vertretung vor Gericht 22 Fälle
Außergerichtlich eingebracht 43.783 Euro
Gerichtlich eingebracht 159.323 Euro
Gesamt 203.106 Euro

„Für die ArbeitnehmerInnen des Bezirks konnten insgesamt 203.106 Euro an Entgeltnachzahlungen erreicht werden“, verwies AKNÖ-Präsident Hermann Haneder auf den kostenlosen Rechtsschutz für alle ArbeitnehmerInnen, „ohne AK-Unterstützung wäre dieses Geld verloren gewesen“.

Weiters wurden 22 ArbeitnehmerInnen aus 4 insolventen Betrieben vertreten. Dabei wurden Ansprüche in der Höhe von 54.007 Euro gesichert.

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