Jahresbilanz 2010 im Bezirk Hollabrunn
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Vorsicht, Falle: Rückzahlung von 9700 € für Ausbildung angedroht
„In Gesundheitsberufen sind Aus- und Weiterbildungen ein Muss. Wenn jedoch ein Arbeitsverhältnis in Brüche geht, können extrem hohe Rückzahlungen auf die ArbeitnehmerInnen zukommen“, zeigte AK-Bezirksstellenleiter Josef Auer ein neues Problem im Bezirk auf.
Eine Sozialbetreuerin ist genau das passiert. Der Arbeitgeber, der in der Öffentlichkeit auf sein soziales Image sehr achtet, stellte sie vor die Alternative: gekündigt zu werden oder einvernehmliche Dienstauflösung. „In Panik habe ich eine einvernehmliche Auflösung unterschrieben und jetzt sitze ich in der Falle – ich soll 9.700 Euro Ausbildungskosten zurückzahlen“, schilderte die betroffene Arbeitnehmerin, was ihr widerfahren ist. Josef Auer kennt den Fall im Detail: Die Weiterbildung wurde vom Dienstgeber vorfinanziert und eine 3-jährige Verpflichtung an das Unternehmen fixiert. Doch in drei Jahren kann viel passieren.
Da dies kein Einzelfall ist, setzt Josef Auer auf die Medien: „Solche Fälle müssen bekannt gemacht werden, damit die vielen Betroffenen in den Gesundheitsberufen nicht in die gleiche Falle tappen.“ Welche Fallen sich Klauseln in Arbeitsverträgen lauern, darüber wissen die AK-ExpertInnen Bescheid.
Jahresbilanz Jänner bis Dezember 2010 Bezirk Hollabrunn
Beratungstätigkeit in der Bezirksstelle
Persönliche Beratungen 1.348
Interventionen beim Arbeitgeber 102 Fälle
Kostenloser Vertretung vor Gericht 41 Fälle
Außergerichtlich eingebracht 118.357 Euro
Gerichtlich eingebracht 293.367 Euro
Gesamt 411.724 Euro
Weiters wurden 26 ArbeitnehmerInnen aus 9 insolventen Betrieben vertreten. Dabei wurden Ansprüche in der Höhe von 91.000 Euro gesichert.
„Für die ArbeitnehmerInnen des Bezirks konnten insgesamt 411.724 Euro an Entgeltnachzahlungen erreicht werden“, verwies AKNÖ-Präsident Hermann Haneder auf den kostenlosen Rechtsschutz für alle ArbeitnehmerInnen, „ohne AK-Unterstützung wäre dieses Geld verloren gewesen“.
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