Jahresbilanz 2010 Bezirk Bruck/L:
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Bauer: All-In-Verträge sind der AK ein Gräuel
„All-Inclusive mag ja im Urlaub praktisch sein, im Arbeitsleben handelt es sich bei All-In-Verträgen oft um Mogelpackungen zum Nachteil der ArbeitnehmerInnen“, sagte AK-Bezirksstellenleiter Christian Bauer anlässlich der Jahresbilanz-Pressekonferenz. Ein junger Metallarbeiter aus dem Bezirk hatte so eine All-In-Klausel in seinem Arbeitsvertrag und hätte beinahe 3.500 Euro zu wenig bezahlt bekommen. Bauer: „Wenn ich im Hotel All-In gebucht habe, weiß ich, dass keine Nebenkosten mehr auf mich zukommen. Bei Arbeitsverträgen weiß ich im Gegensatz dazu aber nicht, ob meine Zusatzleistungen wie Überstunden und Mehrarbeit abgegolten werden oder nicht.“ Im konkreten Fall mussten die AK-Experten in mühsamer Kleinarbeit heraus rechnen, wie hoch der Grundlohn war, wie viele Überstunden geleistet wurden und wie viele davon tatsächlich bezahlt worden waren.
Dann kam die Wahrheit ans Licht: Der 24-Jährige war um 2 Lohngruppen zu niedrig eingestuft und etliche Überstundenzuschläge fielen durch die All-In-Klausel unter den Tisch. Christian Bauer: „Man darf sich von der vermeintlichen Überzahlung nicht täuschen lassen. Was auf den ersten Blick nach gutem Verdienst ausschaut, entpuppt sich beim genauen Hinsehen als Unterbezahlung.“ Durch den Einsatz der AK-ExpertInnen konnte die Nachzahlung von 3.500 Euro erreicht werden. Erst dann war alles inklusive abgerechnet.
Jahresbilanz Jänner bis Dezember 2010 Bezirk Hainburg
Beratungstätigkeit in der Bezirksstelle
Persönliche Beratungen 758
Interventionen beim Arbeitgeber 113 Fälle
Außergerichtlich eingebracht 78.979 Euro
Gerichtlich eingebracht 83.062 Euro
Gesamt 162.041 Euro
Weiters wurden 45 ArbeitnehmerInnen aus 15 insolventen Betrieben vertreten. Dabei wurden Ansprüche in der Höhe von 424.000 Euro gesichert.
„Für die ArbeitnehmerInnen des Bezirks konnten insgesamt 162.041 Euro an Entgeltnachzahlungen erreicht werden“, verwies AKNÖ-Präsident Hermann Haneder auf den kostenlosen Rechtsschutz für alle ArbeitnehmerInnen, „ohne AK-Unterstützung wäre dieses Geld verloren gewesen“.
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