AKNÖ-Studie Gesundheitsberufe
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Vizepräsidentin Brigitte Adler: „Sehe Qualität der Gesundheitsversorgung gefährdet“
Die Niederösterreichische Arbeiterkammer präsentierte gemeinsam mit der NÖ Ärztekammer eine Studie zur Lage der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe.
Danach gab jede/r Fünfte an, „emotional erschöpft“ zu sein. Für 27 Prozent dauert ein Arbeitstag zwischen 12 und 14 Stunden. AKNÖ-Vizepräsidentin DGKS Adler: „Diese Alarmzeichen dürfen nicht übersehen werden. Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, sehe ich die Qualität der Gesundheitsversorgung, vor allem auch die Gesundheit der Beschäftigten, gefährdet.“
Im Herbst 2009 wurden rund 33.000 Beschäftigte in den Gesundheitsberufen (Arztangestellte, PflegehelferInnen, Spitalsbedienstete und die Beschäftigten in den mobilen Diensten) zu ihren Arbeitsbedingungen und dem beruflichen und familiären Umfeld befragt.
- 54 % der Beschäftigten arbeiten mehr als 8 Stunden,
- 27 % zwischen 12 und 14 Stunden, 2 % mehr als 14 Stunden pro Arbeitstag.
- Obwohl nur 1 % der Beschäftigten eine vertragliche Arbeitszeit von mehr als 40 Stunden vereinbart haben, arbeitet jede/r Fünfte länger als 40 Stunden pro Woche.
- Jede/r Vierte möchte weniger Wochenstunden arbeiten. 22 % geben an, emotional erschöpft zu sein (Vorstufe zum Burn-out).
- 85 Prozent sind mit dem gewählten Beruf sehr zufrieden oder zufrieden.
AKNÖ-Vize Adler: Zufriedenheit mit dem Beruf, aber Überlastung im Beruf
„Nur eine Minderheit würde einen anderen Beruf wählen, die überwiegende Mehrheit übt den Beruf mit Freude und Überzeugung aus“, sagte AKNÖ-Vizepräsidentin DGKS Brigitte Adler, „die Mehrfachbelastungen machen allerdings schwer zu schaffen“. Gefahr durch Infektionen, Beschwerden beim Heben und Tragen, hohe Ansprüche von PatentInnen sind nur einige Umstände unter denen Bedienstete im Gesundheitsbereich leiden. „Bei 15 % ist es im Zuge der Berufsausübung zu verbalen Übergriffen gekommen“, weist Adler darauf hin, dass Krankenpflegepersonen oft auch als Zielscheibe für aggressive Patienten oder Angehörige herhalten müssen.
Erstmals Kooperation Ärztekammer – Arbeiterkammer in Niederösterreich
Der Studie liegt eine Befragung der rund 33.000 Beschäftigten in den NÖ Gesundheitsberufen zugrunde, die gemeinsam von der Arbeiterkammer Niederösterreich und der NÖ Ärztekammer in Auftrag gegeben worden war – ein Signal sowohl an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsinstitutionen des Landes als auch an die verantwortlichen Politiker und Spitalsträger. "Unser gemeinsames Interesse ist das Wohl der PatientInnen, und daher sollten wir an einem Strang ziehen“, so OA Dr. Ronald Gallob, Vizepräsident der Ärztekammer Niederösterreich und Obmann der Kurie der angestellten Ärztinnen und Ärzte. "Insbesondere im Bereich der angestellten ÄrztInnen werden wir die Zusammenarbeit intensivieren", so AKNÖ-Vizepräsidentin Adler.
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