AKNÖ-Konsumentenberatung: „Begrüßen Aus für Fremdwährungskredite“
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Marktbereinigung auch auf Engagement der AKNÖ-ExpertInnen zurückzuführen
Die niederösterreichische Arbeiterkammer begrüßt die Empfehlung der Finanzmarktaufsicht (FMA), Fremdwährungskredite in Österreich im Wesentlichen zu verbieten. Das ist ein erster wichtiger Schritt zu mehr KonsumentInnenfreundlichkeit, sagen die ExpertInnen, können der FMA Kritik aber nicht ersparen. Lob kommt von AKNÖ-Präsident Hermann Haneder: „Ohne unsere ExpertInnen hätte sich vermutlich wenig bewegt.“ Besser wäre allerdings, wenn die FMA ihre Neuregelung verbindlicher gestaltet hätte.
Banken sollen Fremdwährungskredite nur mehr an einen eingeschränkten KundInnenkreis vergeben. Das gleiche gilt im Wesentlichen für endfällige Kredite. Das sieht eine Empfehlung der FMA vor. „Aufgrund des hohen Risikos durch Währungsschwankungen und bei den Tilgungsträgern, mit denen die Kredite zurückbezahlt werden sollten, ist das überfällig“, zeigt sich AKNÖ-Konsumentenschutzexperte Manfred Neubauer zufrieden. In die gleiche Kerbe schlägt AKNÖ-Finanzexperte Ernst Hafrank. „Man hat den Menschen vorgegaukelt, Fremdwährungskredite seien billiger und risikolos. In der Finanzkrise hat sich gezeigt, wie hoch das Risiko ist. Im Prinzip waren das immer schon spekulative Finanzmarktgeschäfte, was Finanzdienstleister und Banken verschwiegen haben.“ So haben sich in einigen Fällen am Höhepunkt der Finanzkrise die monatlichen Raten für die Tilgungsträger verdrei- bis vervierfacht. „Für viele Menschen ist der scheinbar billige Kredit von einem Tag auf den anderen unleistbar geworden.“
Aus Sicht der AKNÖ ist die neue FMA-Empfehlung nur ein Anfang. „Die Empfehlung wird sicher den Druck auf die Banken erhöhen. Allerdings bleibt sie nur eine Empfehlung.“ Es seien noch Schlupflöcher für Banken und Finanzdienstleister offen. „Banken sollen solche Kredite nur mehr an KundInnen mit höchster Bonität vergeben – aber die Banken legen die Bonitätsstandards selbst fest“, kritisiert Hafrank. Es stimme die Richtung, eine klare gesetzliche Regelung wäre aber besser gewesen. Die noch fragwürdigeren Finanzierungskonzepte im endfälligen Eurobereich wurden bei der Reglementierung fast gänzlich übersehen. Die Empfehlung ist in diesem Bereich sehr schwammig, obwohl gerade diese Produkte längst vom Markt genommen werden sollten. Mit Ausnahme einer höheren Zinsbelastung zum herkömmlichen Annuitätenkredit hat diese Form wenig „Vorteile“ zu bieten.
Haneder: Empfehlung zu verbindlicher Regelung machen
Erfreut über diesen „Schritt in die richtige Richtung“ zeigt sich AKNÖ-Präsident Hermann Haneder. „Unsere ExpertInnen dokumentieren Probleme mit Fremdwährungskrediten seit Jahren und haben sich ein Wissen angeeignet, das seinesgleichen sucht. Allein seit Beginn der Finanzkrise haben sie mehr als 5.000 Betroffene beraten. Und, was ganz wichtig war, sie haben die Probleme auch immer öffentlich gemacht. Wünschenswert wäre allerdings, wenn die FMA ihre Empfehlung zu einer verbindlichen Regelung machen würde“, fordert Haneder.
Für niederösterreichische KundInnen mit laufenden Fremdwährungskrediten wird es in absehbarer Zeit vorraussichtlich Verbesserungen geben, berichtet Finanzexperte Hafrank. „Unabhängig von der neuen Regelung verhandeln wir gerade mit den Banken in Niederösterreich wegen bestehender Verträge."
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