6.2.2014
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Probleme bei Pendlerpauschale und Pendlereuro

Vor knapp einem Jahr von der Bundesregierung als Linderung gegen die hohen Treibstoffpreise initiiert, sorgt der Pendlereuro für das Jahr 2014 derzeit für Verwirrung. Das Problem: Der neue Online-Pendlerrechner des Finanzministeriums verzögert sich seit Jahresbeginn wegen technischen Schwierigkeiten, ein Ausdruck aus diesem Pendlerrechner ist aber ab 2014 Voraussetzung für die laufende Berücksichtigung des Pendlereuros und der Pendlerpauschale durch den Dienstgeber. Die Folge: Ein „Notfallparagraph“ räumt den Arbeitgebern jetzt eine verlängerte Frist bis Ende September 2014 ein. „Der neue Finanzminister Spindelegger ist aufgerufen, das Tohuwabohu möglichst rasch zu beenden. Eine neue Verordnung muss eine Auszahlung des Pendlereuros 2014 und der Pendlerpauschale bis allerspätestens Ende Juni garantieren“, so AKNÖ-Präsident Markus Wieser, der auch generell eine Erhöhung der Pendlerförderung verlangt.

Mit 1. Jänner 2014 sollte ein neuer Online-Pendlerrechner Probleme bei der Beurteilung der Zumutbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln und bei der Berechnung der Entfernung zwischen Arbeitsstätte und Wohnort beheben. Allerdings ist es dem Finanzministerium bis heute nicht gelungen, den Pendlerrechner ins Netz zu stellen.  Diese Verzögerung führt laut einer Durchführungsverordnung vom 19.9.2013 (Bundesministerin Fekter) nun dazu, dass die Dienstgeber für eine Aufrollung des Pendlereuros 2014 und der Pendlerpauschale länger Zeit haben, konkret bis Ende September 2014. Dienstnehmer müssen dazu bis Ende Juni einen Ausdruck des neuen Pendlerrechners beim Arbeitgeber abgeben.

„Wir haben bereits erste Fälle, wo Dienstgeber trotz altem Antrag vorläufig keine Pendlerpauschale berücksichtigen und auf den neuen Ausdruck des Pendlerrechners warten. Da fallen Arbeitnehmer derzeit um ihre alte Pendlerpauschale um und müssen auf die Aufrollung warten“, berichtet Elisabeth Holub, Leiterin des AKNÖ-Steuerreferats. Holub ergänzt, das sei nicht korrekt, da die Dienstgeber die Lohnsteuer richtig errechnen müssen, also vorläufig die alte Pendlerpauschale berücksichtigen müssen, solange es nicht zur Aufrollung kommt.

AKNÖ-Präsident Markus Wieser fordert eine Reform der gesetzlichen Grundlagen: „Die einzig vernünftige Vorgangsweise ist eine Kilometerberechnung mit einem handelsüblichen Autoroutenplaner und die Streichung aller anderen Bestimmungen. Außerdem muss gewährleistet sein, dass die Arbeitnehmer den Pendlereuro 2014 und die Pendlerpauschale allerspätestens Ende Juni am Lohnkonto haben, die Aufrollfrist September schreit nach einer Vorverlegung“.

Laut einer Analyse geht derzeit jeder dritte  Euro an Pendlerpauschale nach Niederösterreich, knapp 1 Mio. beziehen Pendlerpauschale. Der Pendlereuro ist von der Entfernung zum Arbeitsplatz abhängig und wirkt als Absetzbetrag - das heißt, er reduziert die Lohnsteuer. Der Pendlereuro ist ein Jahresbetrag: Jeder Pendler bekommt seit 2013 pro Jahr für einen Kilometer Distanz zwischen Wohnstätte und Arbeitsplatz zwei Euro.

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